Janne Kiefer in Aktion beim Tanz der jungen Sunneländer. Foto: zVg

Getreu dem Motto „Mit em S6-Express direkt ins Sunneland“ boten die Sunneländer einen rasanten fasnächtlichen Chappeobe im Eilzugtempo.

Dabei waren das Reisen und verschiedene Jubiläen die durchgängigen Themen des Abends, untermalt von viel Wortwitz, Tänzen und den gesanglichen Darbietungen der „Grendellerchen“, teilt die Vogtei in ihrem Bericht mit.

 

Zum Auftakt des Abends erinnerte Vogt Lutz Hochstatter an die kürzlich verstorbenen aktiven Sunneländer Günther Gselliger und Klaus Vollmar. Gselliger war langjähriger Kassierer der Vogtei, und Klaus „Ede“ Vollmar stand der Vogtei von 1976 bis 1980 als Vogt vor. Von ihm stammt auch das „Sunneland-Lied“, das zu Ehren der Verstorbenen gesungen wurde.

Jubiläum im Kleinformat

Danach nahm der Zug mit den „Grendellerchen“ so richtig Fahrt auf, und mancher Liedbeitrag glossierte das Geschehen im Sunneland und Zell. Dazwischen plauderten Elke Hochstatter und Egon Klauser manch spannende Anekdoten aus dem Nähkästchen. Empört äußerten sie sich darüber, dass in Zell das 750-jährige Bestehen gefeiert wird, indem die Stadtverwaltung ohnehin stattfindende Veranstaltungen im Veranstaltungskalender als Jubiläumsveranstaltungen „750 Jahre Zell im Wiesental“ deklariert. Während dabei ein dünnes Heftchen herauskommt, ergebe der Todtnauer Vereinskalender zum 1000-jährigen Jubiläum die Stärke eines Telefonbuchs. Die beiden wussten auch, warum der Zeller Bürgermeister Peter Palme nur ungern mit der Bahn fährt. Er störe sich an den Durchsagen am Bahnsteig bei der Zugeinfahrt: „Bitte zurücktreten“.

Die Jüngsten begeistern

Ums Reisen ging es auch beim Vortrag von Manuela Kempf. Egal, wohin sie mit Zug, Bus oder Auto reiste, sie kam immer zu der Einsicht: „Willsch verreise very well – am beschte bliebsch bi uns in Zell.“ Mit der Reise „In80 Tagen um die Welt“ begeisterten die jungen und jüngsten Sunneländer. Ihre Tanzperformance riss die Besucher von den Sitzen, und eine Zugabe wurde gefordert. Mit viel Klamauk und teilweise akrobatischen Einlagen „bereisten“ sie einige Länder und griffen die jeweiligen landesüblichen Eigenarten auf.

Eine Überraschung hatten die „Grendellerchen“ für ihren Vogt Lutz Hochstatter parat. Sie verkündeten in einer Laudatio, dass er sein 20-jähriges Jubiläum als Sunneländer Vogt feiert und gingen auf seine Verdienste um die Vogtei in dieser Zeit ein. Geehrt wurde er dafür mit einem eigens geschaffenen Orden von Tanja Loschnat. Elke Kaufmann übergab ihm ein dickes Fotobuch, das sein Wirken in den vergangenen 20 Jahren mit unzähligen Fotos dokumentiert. Der Dank ging auch an seine Frau Elke Hochstatter, die ihm immer tatkräftig zur Seite steht. Auch ein Wellness-Wochenende spendierten die Sunneländer den beiden.

Prüfung für den Hürus

Großartig war der Empfang der Sunneländer, den sie „Hürus Flo vom Wilde Ma“ bereiteten. Nichtsdestotrotz musste er sich einer Prüfung zur Fahrtauglichkeit unterziehen und die Bedeutung von Verkehrszeichen erkennen, die speziell zur Fasnachtszeit in Zell gelten. Eine Prüfung, die Hürus Flo natürlich glänzend bestand und dafür mit einem Sunneländer Orden belohnt wurde. Auch der Hürus kam nicht mit leeren Händen und verteilte seinen persönlichen Hausorden an verschiedene Sunneländer. Präsident Peter Mauthe nahm noch eine ganz besondere Ehrung vor. Er überreichte Lutz Hochstatter den Gesellschaftsorden der Fastnachtsgesellschaft Zell. Die im Volksmund „Ta-Hü-Orden“ genannte Auszeichnung erhalten Fasnächtler für langjährige Verdienste um die Zeller Fasnacht.