Impressionen vom närrischen „Altwiiber-Rennen“ in der Wiesentalgemeinde Zell. Foto: Georg Ganter

Es ist wohl einer der spektakulärsten sportlichen Fasnachts-Events in ganz Südbaden: das Rennen der „alten Wiiber“ über den Hindernisparcours in der Zeller Kirchstraße.

Zahlreiche Zeller sowie Gäste aus dem gesamten Wiesental ließen sich diesen besonderen Fasnachtsbrauch nicht entgehen und verwandelten die mit Fackeln ausgeleuchtete Innenstadt in eine fast schon mystische Fasnachtskulisse. Zu Beginn heizten die „Zeller Notenknacker“ mit einem tollen „schrägen“ Guggemusik-Konzert den Besuchern kräftig ein.

 
Die Zeller Notenknacker Foto: Georg Ganter

Verkleidet und maskiert als die traditionelle Zeller Fasnachtsfigur der „Alten Wiiber“ machten sich die drei Teams mit fünf bis neuen „sportlichen Alten“ bereit zum Start über die vier Hindernisse. Schnelligkeit steht dabei weniger im Vordergrund – vielmehr bewerten die Preisrichter spektakuläre Akrobatik und Mut ebenso wie urkomische Einlagen und kreative Darbietungen.

Die alten Wiiber springen durch Feuerreifen. Foto: Georg Ganter

Und was gab es da nicht alles zu sehen: Sprünge durch Feuerreifen, akrobatische Saltos vom hohen Leiterwagen und sogar ein Sprung vom Fenstersims des angrenzenden Hauses. Bei manchen „Alten“ reichte der sportliche Ehrgeiz allerdings nur zu einem humorigen „Purzler“ auf die ausgelegten Matratzen. Am Ende durfte dann das Team der „Schönebucher Lotzis“ aus Atzenbach vor den „Alten Wiibern“ des Ringerclubs den Sieg feiern. Aber auch den Akrobaten der Vogtei „Paradies“ dürfte der Abend wieder viel Spaß gemacht haben.

Der närrische Trauerzug mit Hürus und Co. Foto: Georg Ganter

Im Anschluss an das Renn-Spektakel setze sich der närrische Trauerzug mit Hürus, Präsidium, Schrättelis und Narren begleitet durch die Zeller Stadtmusiker zur Verbrennung der „Alten“ über die Schönauerstraße zum Rathausplatz in Bewegung. Auch vom Hürus und seinem Gefolge war manches Schluchzen zu hören, als dann die „Alte“ vor dem Rathaus dem Feuer übergeben wurde und damit wieder wunderbare Zeller Fasnachtstage ihren stimmungsvollen Abschluss fanden.

Fasnachtsverbrennung Foto: Georg Ganter

Deren Ende feiert man dann traditionell in der Schwanenstadt bei der sogenannten „Uuscheerete“ noch bis um Mitternacht in den Gasthäusern bei Live-Musik und gutem Essen und Trinken, um sich für die kommende Fastenzeit gut vorbereitet zu wissen.