Die Weiler Schnitzelbänggler scharren mit den Hufen. Alle zehn Gruppen vermelden „Es kann losgehen, wir sind parat“. Nur in einem Gasthaus gibt es noch freie Plätze.
Der Run auf die besten Plätze läuft schon lange, nur noch wenige Plätze sind frei.
Am Fasnachts-Samschdig, 14. Februar steigt die erste der drei Touren, die wieder routiniert vom Koordinator Stefan Arndt zusammengestellt wurden.
Gab es früher eine Friedlinger, eine Altweiler und eine Haltinger Tour, sind die Auftrittsorte heute flächiger verteilt.
Friedlingen hat mit dem Fritz-Hotel lediglich noch eine Lokalität. Zudem liegen das ESV-Kegelcenter, das Vereinsheim des FV Haltingen und der Kleintierzuchtverein ebenso etwas abseits.
Der weiteste Weg mit 3,6 Kilometern wird denn auch zwischen dem Fritz-Hotel und dem Haltinger Vogtskeller zurückgelegt.
Sängergruppen gehen auf Wanderschaft
Dafür ist es mit 20 Metern zwischen Spatz und Spielmannszug-Vereinsheim sehr entspannt. Da heißt es gut zu planen, dass die Gruppen immer rechtzeitig vor Ort sind, um im Halbstundentakt auftreten zu können.
Zum ersten Mal seit 1989 vermelden bereits Mitte Januar „dr Schnurefridli (Peter Guggenbühler) un dr Knecht (Hans-Rudi Lienin)“, dass sie so gut wie fertig sind und lediglich noch darauf warten, ob eventuell die Frau OB endlich mal eine Vorlage liefert.
Bei „D‘ Düpflischisser“, Sabine Iles, Gabi Eberhard und Barbara Tretter, hat sich keine Motte in ihren Roben verirrt und sie werden, was auch von ihnen erwartet wird, schick gekleidet gute Laune verbreiten.
Die beiden „Mooswaldsiechä*innen“ Beate Böhringer und Anne Kaßecker treten wie gehabt mit Berndt Walther und den roten Rosen mit hohem C als musikalische Verstärkung auf.
Mit Humor und Bissigkeit
Bedeckt halten sich René Knoll, Daniel Heiniger und Markus Hügel von „D‘ Riisneegel“. Es gab allerdings Andeutungen, dass es um Handy, Zahlenkombination und einen ganzen Puff geht, und sie sich an verschiedenen Orten näher herangezoomt haben.
Bei „D‘ Rhy-Deufel-Schnitzelbangg“ mit Thomas Seliger, Manuel Seewald, Michael Greulich und Danny Busch läuft alles wie gewohnt nach Plan.
Neue Gruppen reihen sich ein
Lothar Aurich und Matthias Himmel alias „“s Chörli“ suchen noch nach der geeigneten Software, um die genaue Personenzahl der Mitsingenden zu ermitteln. Dieses Jahr wird mit den „Bacchus Buebe“ eine neue Gruppe die IG Schnitzelbängg verstärken. Hinter den Masken verbergen sich Dominik Kiesewetter, Ralf Stricker und Thorsten Richter.
Auf inzwischen 50 Jahre können als älteste Gruppe die „Getto-Singers“ zurückblicken. Mit Reinhard Schühlein (1981), Stefan Heizmann (2002), Silvano Nardone (2004), David Pakalski (2017) und Marco Läubin (neu) werden sie zu fünft auftreten.
Von „Rhy-Pirate“ bis „Quärulante“
Die „Rhy-Pirate“, bei denen Kapitän Stefan Arndt 30 Jahre aktives Schnitzelbangg-Singen aufweist und Schiffskapellmeister Michael Maunze, haben ihrem frechen Papagei ein neues Federkleid verpasst.
Bei den „Quärulante“ sind mit Markus und Daniel Weber, Frank Hallbaur, Frank Schöchlin und Heinz Waldvogel wieder alle fünf mit an Bord.
Abbestellte Plätze werden neu vergeben
Diese erste Tour ist mit knapp 1700 Plätzen fast komplett ausgebucht, lediglich am 20. und am 21. Februar gibt es noch freie Plätze bei Ott’s Leopoldshöhe.
Die Veranstalter weisen darauf hin, dass es ein Gebot der Fairness ist, dass bei kurzfristiger Verhinderung abgesagt wird, damit die Plätze neu besetzt werden können. Die Bewirtung in den Schnitzelbangg-Lokalen geht bereits um 17.30 Uhr, also eine Stunde vor Vorstellungsbeginn los, damit die Besucher sich anschließend ganz auf die Vorträge konzentrieren können.