Der Schopfheimer Fasnacht hat am Dienstagabend unter der Lenk-Plastik die letzte Stunde geschlagen. Eine Trauergemeinde von rund 50 Teilnehmern fand sich klagend und schluchzend ein.
Musikalisch umrahmt wurde die Fasnachtsverbrennung von der Guggemusik „D’Namelose“, die der Gesellschaft nochmals tüchtig einheizte. Diese freuten sich über die schrägen Töne in Schopfheims dunkler Nacht und verlangten mehrere Zugaben.
Trauerrede
Christian Trambetzki vom Schlattholz-Zinken sprach die Trauerrede und sagte: „Schopfe Aruba – und scho widda umme, die Fasnacht isch eifach z’kurz, des isch jo des Dumme. Schluss mit dere schöne Narretei, vorbei isch halt vorbei“. Und weiter reimte er für den jüngsten Statthalter im Aruba-Land: „Kei Wunder, de Kerle häts jo in de Gen, usser viellicht des nach Hause gehn. Halb Hasel und de ganzi Familienclan, sin mit ihm im Fasnachtswahn“.
„Kerli“ endet im Feuer
Derweil hatten die starken Männer vom Schlattholz-Zinken die Fasnachts-Puppe, den „Kerli“, auf einem Holzgerüst herbeigeschafft. Ein letzter Gruß, und es wurde Feuer angelegt. In das Häuflein Asche als Zeichen der Vergänglichkeit legten die letzten Trauergäste noch einige Fackeln hinzu. Die Schopfheimer Fasnacht gehörte nunmehr im stimmungsvollen Feuerschein zur größten Trauer der Narren der Vergangenheit an.
Ein Glück nur für diese, dass es im Narrenkeller noch einiges für das leibliche Wohl gab – und dass Schlag auf Schlag am Donnerstag die Buurefasnacht folgen wird.