Andreas Paul, Matthias Lang, Marina Knobel, Martin Jessat, Roland Kobiella, Julian Eiche und Jasmin Blum (von links) sorgten im Narrehüsli für Stimmung. Foto: Christoph Schennen

Die Stimmung beim „Ölfde Ölfde“ im urigen Maulburger Narrehüsli ist besser als in mancher großen Halle. Am Samstag war es wieder soweit.

Wie jedes Jahr herrschte bei Bier, Wein und Narrenmeter, Zwiebelwaie, Mehl- und Gulaschsuppe ausgelassene Heiterkeit im urigen Narrehüsli, das nur für wenige Fasnächtler Platz bietet. Die Akteure der Maulburger Narrenzunft zeigten unterhaltsame Sketche, sangen Lieder und gaben das neue Motto bekannt.

 

S’Ziel isch isch klar....

Für die Bekanntgabe des Mottos holten die Fasnächtler sich Sarah von der Wehrer Narrenzunft auf die Bühne. Sie durfte Tischtennisbälle ziehen, auf denen jeweils ein Buchstabe stand. War es einer, der auch im Motto vorkommt, wurde er notiert. Die Wehrerin zog so einige Bälle aus dem Eimer, ehe das Motto erraten war. „S’Ziel isch klar, D’Ussicht triib.“

Ausgehend von diesem Leitsatz warfen sich in der anschließenden Nummer die „Ölfde-Ölfde“-Sänger Jasmin Blum, Julian Eiche, Roland „Rolli“ Kobiella, Matthias „Matze“ Lang, Andreas „Icke“ Paul, Martin Jessat und Marina Knobel ihre Assoziationen zu aktuellen Themen aus der Kommunalpolitik zu. Knobel, die Neue in der Runde, ist bei den Teufelsknechten.

Elch Erich (Martin Jessat), Flamingo Ingo (Roland Kobiella) und Schakal Schaggi (Julian Eiche) (von links) unterhielten sich über ihre Abenteuer. Foto: Christoph Schennen

Weiterer Bestandteil der unterhaltsamen Samstagabendshow, an der auch Ozume Josephine Schanz mitwirkte, waren ein Sketch mit dem Flamingo Ingo (Kobiella), Elch Erich (Jessat) und Schakal Schaggi (Eiche), der aktuelle Schlagzeilen über durch die Lande irrenden Tiere humorvoll aufgriff.

Maulburger Nachtgedanken

Martin Jessat trug die Maulburger Version von Heinrich Heines „Nachtgedanken“ vor. „Hemdglunki starb, ich weiß noch wie, an Auflagen und an Bürokratie“, hieß es da in einem Vers. „(…) Doch Umzug und Party liegen uns stets im Sinn. Drum wandten wir uns Jessica hin, ob sie jetzt als Burgi es wohl verstünde, dass Hemdglunki in Muulburg neu auferstünde...“ Ein dritter Sketch spielt in Ruth Hug’s Dorflädele, die Metzgerei, Dorfladen, chemische Reinigung und Arztpraxis unter einem Dach vereint, Kinder der katholischen Kirche tauft und Piloten wie dem Bundeskanzler die Koordinaten für den Schwarzwald mitteilt.

Neben den Wortbeiträgen wurden zahlreiche Lieder gesungen, unter anderem der Fasnachtssschlager „Wenn z’Muulburg wieder Fasnacht isch“.