Hering, „Mählsuppe“ oder Spaghetti? Wie gut, dass man sich in Inzlingen nicht entscheiden muss.
Bei den Narren im Waieland sind stets alle drei Fasnachtsspeisen erhältlich. Die Einladung dafür kam richtig gut an, die „Bude“ war am Rosenmontag krachend voll. Wieder einmal hatten die Aquarianer ihr Vereinsheim als Fasnachtslokal bereitgestellt.
Sehr gut besetzt waren die Bänke bereits am Vormittag. Kurz vor der Mittagszeit dann fing die „Druggete“ an. Aquarianerchef Michael Kramer eröffnete den Reigen der Auftritte gemeinsam mit Heiko Meier und ulkte als Winterdienstler unter anderem über einen neuen Werkhof. Das selbstgebaute Streugerät verteilte dabei Konfetti.
Nachtwächter Sven Andris ist ständiger Gast dieser Runde und hatte ein ganzes Jahr lang gut aufgepasst, ob irgendwelche Missgeschicke bemerkenswert waren. Gefunden hatte er einige, zum Beispiel das unbeabsichtigt quer auf der Riehenstraße stehende Auto. Seine aufgefundenen Widrigkeiten beim Gendern ließen ihm keine Ruhe: Unverständlich für ihn, warum eine Gabel weiblich und der Löffel männlich sei, wenn sie doch von beiden benutzt würden. Aber als logisch dagegen empfand er, dass die Einparkhilfe ein „die“ verlange.
Schmerzverzerrt und blutüberströmt trat Harold Stern als Dachdecker Harry vors gespannte Publikum. Sein Unfallbericht nach den Vorgaben des Schweizer Meldebogens führte fast zu neuen Verletzungen in Form krampfhafter Lachanfälle.
Ziemlich neu in der Runde der aktiven Fasnächtler ist Thomas Fisch. Er trug seinen Arbeitsbericht als Elektriker Horst vor. Er hatte den festgefahrenen Instrumentenwagen des Musikvereins und die ungewollte Blockade von Feuerwehrautos auf dem Kieker, alles mit dem schmissigen Refrain der Kabeltrommel.
Weil Heringe serviert wurden, war es nur folgerichtig, dass Holger Suck als Heringangler von der Nordsee kam. Er hatte sich wohl intensiv mit dem Thema befasst und konnte den Weg des Herings vom Mund bis zum Ausgang sehr detailliert beschreiben.
Musikalisch umrahmt wurden die Aufritte von Michael Gleissle. Die emsigen Aquarianer und viele Helfer aus den Fasnachtscliquen sorgten für beste Bewirtung, an der auch Bürgermeister Marco Muchenberger und mehrere Gemeinderatsmitglieder ihre Freude hatten. Wie immer wird der Erlös einem guten Zweck zugeführt. Diesmal soll die Spende an den Hilfsverein Inzlingen-Nepal gehen.