Volles Haus bei der Martini-Sitzung in Hausach Foto: Störr/Störr

Die Freie Narrenzunft Hausach hat ihn in der Martinisitzung ernannt. Neuer Vize ist Daniel Sonntag. Bernd Rößler wurde nach 14 Jahren an der Spitze der Zunft gebührend verabschiedet und wurde zum Ehren-Narrenvater.

40 Punkte umfasste die Tagesordnung, an deren Beginn Bernd Rößler ein letztes Mal als Narrenvater begrüßte. Mehr als 250 Mitglieder der Zunft hatten sich versammelt, um die Rechenschaftsberichte der „Blauen“ zu verfolgen.

 

Sekretarius Daniel Sonntag rief die vergangene Fasnacht mit all ihren Veranstaltungen in Erinnerung und nannte den großen Umzug am Fasnacht-Sonntag einen der Höhepunkte.

Der Umzug durch die Stadt findet statt

Dass Bürgermeister Wolfgang Hermann im Verlauf der Versammlung auch für die bevorstehende Fasent einen großen Umzug durchs Städtle samt Sperrung zusagte, sorgte für entsprechende Begeisterung bei den Narren. „Die Hausacher sind so geplagt, wir werden die Fasent so normal wie möglich feiern“, versprach der Bürgermeister. Erste Abstimmungsgespräche habe es gegeben, Haslach und Fischerbach würden die Sperrung am Fasent-Sonntag mittragen. Vieles werde von der Hauptstraße weg in dahinter liegende Bereiche verlegt.

Säckelmeister Thomas Rössler informierte über die Finanzen der mittlerweile 1 201 Mitglieder der 14 Gruppierungen innerhalb der Zunft. Am Ende wies er ein positives Vereinsergebnis aus und betonte: „Es werden keine Reichtümer angehäuft, sondern die Gelder für den Vereinszweck ausgegeben.“ Allerdings sei das Ergebnis nur aufgrund der eingegangenen Spenden so gut.

Bernd Rößlers Fasents-Karriere

Im Mittelpunkt des Abends stand die Verabschiedung von Bernd Rößler als Narrenvater, der sich im gesamten 30 Jahre lang bei den „Blauen“ engagierte und davon 14 Jahre an der Spitze der Narrenzunft stand. Daniel Sonntag sprach von einer Fasents-Karriere, die ihresgleichen suche und von viel mehr Lust an der Narretei, als von der Last des Amtes geprägt gewesen sei.

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Als Highlight und Großereignis während der langen Jahre benannte Sonntag das Landschafts-Treffen 2014, für das Rößler hauptverantwortlich gewesen sei. Auch der Bau des Narrenkellers sei in seine Amtszeit gefallen. Und dann gab es ein großes „närrisches Dankschee“ für so vieles, was Rößler ausgemacht hatte. Auch dessen Ehefrau Petra galt ein Dank als Stütze im Hintergrund.

Mit dem Hanselelied und dem „Mucho“ wurde Rößler verabschiedet und bekam von Zeremonienmeister Joachim Uhl eine Hansele-Maske für die künftige Fasent als Hästräger. Gegen Ende der Sitzung wurde er für seine großen Verdienste zum Ehren-Narrenvater ernannt.

Im Zuge der Neuwahlen wurde Marko Schwab zum neuen Narrenvater gewählt, er war bereits lange Jahre als Schnurranten-Obmann in verantwortlicher Position. Im Laufe des vergangenen Jahres begleitete er Bernd Rößler bereits eng im Amt.

Schon der Großvater war bei der Zunft aktiv

Er bedankte sich für die Unterstützung auch bei Ehren-Narrenvater Klaus Schmider, der wie Bernd Rößler jederzeit Ansprechpartner sei. „Die hinterlassenen Fußstapfen sind riesig, einen großen Teil werde ich darin gehen. Aber ich werde daneben auch eigene Schritte gehen, um die Zunft in die Zukunft zu führen“, erklärte Schwab.

Bereits der Großvater sei 40 Jahre Sekretarius der Zunft gewesen. Da sei es schon etwas Besonderes gewesen, als Marko Schwab ein „Blauer“ wurde. Dass er jetzt zum Narrenvater gewählt wurde, hätte dem Großvater bestimmt gefallen. Und mit dem Zitat: „Man soll die Gegenwart so gestalten, dass man sich in Zukunft, wenn sie Vergangenheit sein wird, gerne daran erinnert“, gab er einen Leitfaden für seine Amtszeit aus.

Neu gewählt wurde Florian Allgaier als Sekretarius, nachdem Daniel Sonntag den Posten als Vize der Zunft übernommen hatte. Alexander Keller wurde nach einem Jahr Amts-Pause wieder in das Gremium der „Blauen“ gewählt.

Das Motto

Als neuer Sekretarius verkündete Florian Allgaier das Motto für den Umzug 2024. „Kein Tunnel, keine Kneipen und auch kein Lotto – drum dieses Jahr: Kein Motto!“ Über die Ehrungen und sonstigen Infos der Zunft werden wir noch berichten.