Der Elferrat von Aitern feiert am Samstag mit einem Narrendorf seinen Geburtstag. Foto: zVg/Florian Asal

Elf sind es nicht und rheinisch auch nicht – der Elferrat Aitern nimmt es mit seinem Namen nicht so genau. Aber feiern kann er. Am Samstag steht der 33. Geburtstag an.

Sein 33-jähriges Bestehen feiert der Elferrat Aitern am kommenden Samstag. Doch wenn man es genau nimmt, feiert die Gruppe ein ganz anderes närrisches Jubiläum: 77 Jahre. Denn noch nicht als Verein, aber als lose Gruppe, gibt es den Elferrat bereits seit 1949. Der Verein ruhte dann von 1957 bis 1964. 1993 erfolgte die Gründung als eingetragener Verein, wobei Manfred Kiefer die treibende Kraft war und fortan als Vorsitzender fungierte. 2028 übernahm Ludwig Becker für 16 Jahre das Zepter. Seit 2024 ist Jürgen Schober der oberste Narr von Aitern.

 

Bezug zum Rheinland unklar

Elferrat mitten im Schwarzwald? Das stammt ja eigentlich aus dem rheinischen Karneval. „Doch woher damals der rheinische Bezug kam, weiß  heute keiner mehr“, gibt Schriftführer Florian Asal zu. Aber der Name hat heute nicht mehr wirklich eine Bedeutung. Waren ursprünglich in den Elferräten im Rheinischen Frauen verboten, ist das heute nicht mehr so. Auch in Aitern seien grundsätzlich Frauen erlaubt, aber eben noch nie welche eigentreten. Und auch mit der Zahl Elf nimmt man es hier schon lange nicht mehr so genau. Aktuell sind es nämlich 23 „Elferrätler“.

Die Fasnacht und der legendäre Stollenhock

Die einzige närrische Gruppe in Aitern richtet heute die komplette Fasnacht mit Hemdglunki, Preismaskenball und Kinderumzug aus. Am Rosenmontag ist sie in Schönau vertreten, und am Fasnachtsdienstag wird der „Butzimummel“ verbrannt. Ebenso wird eine Woche vor Fasnacht die Narrenzeitung mit den närrischen Geschichten des Jahres verkauft. Der Erlös kommt dann den Kindern am Kindernachmittag zugute. „Wir bringen uns auch sonst ins Dorfleben ein und pflegen den Kurpark. Dort veranstalten wir dann auch den Stollenhock“, erzählt Asal. In Aitern hat sich das legendäre Fest bereits für die meisten Bürger zu einem Pflicht-Termin entwickelt. Zu diesem kam auch immer wieder der befreundete Chabis-Club aus Langenbruck (Baselland).

Ein Bild aus 2015: Der Elferrat feiert Stollenhock, und Thomas Schneider vom Chabis-Club (links unten) ist auch dabei. Rechts unten der damalige Narrenchef Ludwig Becker. Foto: MT-Achiv/Verena Wehrle

Das Jubiläumsfest ist ein Narrendorf

Und ein weiteres Fest steht am kommenden Wochenende an: Unter dem Motto „Jesters makes Fäschter 3.3“ feiert der Elferrat am Samstag, 17. Januar, sein Jubiläum – und zwar nicht so wie gewohnt. Anders als zum 11. und 22. Geburtstag wird es keinen Nachtumzug, sondern ein Narrendorf in und rund um die Belchenhalle geben. „So große Nachtumzüge können wir uns nicht mehr leisten mit den ganzen Regularien“, sagt Asal. Ab 19.11 Uhr sind jeweils zwei Vertreter der angemeldeten Vereine zum Zunftmeisterempfang eingeladen. Das Fest beginnt bereits um 18.11 Uhr. Zur Unterhaltung spielen acht Guggenmusiken auf aus der näheren und weiteren Umgebung, Zwei DJs sorgen für Stimmung.

Im Ort befinden sich keine Parkplätze, parken ist beim Schwimmbad und der EWS in Schönau möglich. Ein Pendelbus verkehrt zwischen 17.30 und 20 Uhr sowie zwischen 0 und 3.30 Uhr zwischen der Belchenhalle und dem Parkplatz in Schönau. Der Eintritt ist ab 16 Jahren und kostet fünf Euro.

Weitere Infos zum Verein und zum Fest unter www.elferrat-aitern.de