Kleine und große Comicfans kommen noch bis Samstag voll auf ihre Kosten. Foto: Rolf Rombach

An kaum einem Ort kann man derzeit in so viele verschiedene Welten gleichzeitig eintauchen, wie an der Fantasy Basel.

Vom Himmelfahrtstag bis zum Samstag läuft seit vielen Jahren inzwischen traditionell die Fantasy Basel, das Treffen unzähliger imaginärer Welten und ihrer Anhänger. Ob beliebte Zeichentrickfigur, Horrorwesen oder Charakter aus einem Film oder Spiel – hier trifft man nahezu alles, was sich Menschen ausdenken können. Abgerundet wird das Programm von einem Hauch Wissenschaft, der ebenfalls in neue Welten entführen soll.

 

In Zusammenarbeit mit dem Swiss Space Museum wird der Bogen von Science-Fiction zur Wissenschaft und Raumfahrt gespannt. Unzählige Modelle wie die 1:1-Kopie des Apollo-Mondfahrzeugs laden zum Staunen ein. Echte Astronauten sind persönlich oder per Videoschaltung an der Fantasy Basel vertreten. Im mobilen Planetarium wird durch das All gereist, und die Gäste erhalten einen Einblick, wie groß das Universum ist, während sie in wenigen Minuten tausende Lichtjahre durchfliegen.

Einige Meter nebenan stehen Roboter und Krieger aus dem Star-Wars-Universum für Fotos bereit. Wenn dann ein paar Hobbits aus der Herr-der-Ringe-Welt mit den Weltraumschergen in die Kameras blicken, dann ist aber eher Gelächter statt Knurren an der Tagesordnung. Denn die Kostümierten – Cosplayer genannt – sind trotz unterschiedlicher Vorlieben eine kleine Gemeinschaft für sich. Da gibt es Anerkennung für Detailverliebtheit oder auch mal Tipps, wie oder wo man sich noch verbessern kann.

Bekannte Künstler

Geht etwas kaputt oder fehlt noch etwas, gibt es im Cosplay-Village Reparaturstände und 3D-Drucker, die maßgeschneiderte Unterstützung bieten. Bekannte Szene-Künstler aus ganz Europa sowie aus Neuseeland und Australien sind vor Ort und lassen sich gerne ablichten oder stehen für ein Schwätzchen zur Verfügung. Zu drei Wettbewerben können sich die Besucher anmelden, wobei Kostüm und Auftritt auf der Bühne bewertet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Videospielfigur, einen Filmcharakter oder eine Eigenkreation handelt. Auf Großleinwänden können auch die Zuschauer in den hinteren Reihen die Darbietungen besser erkennen und erfahren, welche Arbeit hinter manchem Detail steckt.

Auf zwei Ebenen in der Messehalle eins und drei Stockwerken der Halle zwei verteilt sich die Veranstaltung in diesem Jahr auf rund 100.000 Quadratmetern. Neu ist die Yummy Scrummy Stage, auf der sich die Kochkunst und die Popkultur treffen. Da dürfen natürlich „Macha“ nicht fehlen, aber auch Anime-Torten und verschiedene asiatische Köstlichkeiten.

Persönliche Fotos

An verschiedenen Stationen gibt es die Möglichkeit, Videospiele aus fast 50 Jahren zu spielen oder das eine oder andere Game zu kaufen. Der Kaufpreis für die dazugehörige Konsole ist hingegen inzwischen meist teurer als in den 1980er oder 1990er Jahren. Aber bei den Kindern dieser Zeit sorgt der Anblick dennoch oft für ein Grinsen im Gesicht. Weniger optisch, aber akustisch entführen Santiago Ziesmer (Spongebob), Daniel Schlauch (Zac Efron), Giuliana Jakobeit (Keira Knightley) und Manou Lubowski (TKKG) mit ihren Stimmen in andere Welten. Auf der Bühne sprechen sie über ihre Arbeit und stehen für Fragen zur Verfügung. Zudem gibt es die Möglichkeit, sie persönlich im Foto-Areal zu treffen.