Die Band „The SchloSchweKotSchmos“ schreibt ihrem Schömberger Lieblingsverein als Fanprojekt ein eigenes Lied. Release ist am 2. Mai.
Musik und Sport. Zwei Disziplinen, die auf den ersten Blick nicht viel gemein haben – in Schömberg finden sie aber zusammen. The SchloSchweKotSchmos hat ihrem Lieblingsverein jetzt nämlich als Fanprojekt eine eigene Hymne geschrieben.
„Seid bereit!“, wird am Samstag, 2. Mai, auf allen gängigen Streamingplattformen veröffentlicht und nach dem letzten Spiel beim Saisonabschluss präsentiert.
Die Musiker und Sportler haben untereinander Freundschaften geknüpft, die zum Ausdruck gebracht werden wollen. Nicht nur ist Schlagzeuger Lado Co-Trainer der 1. Männermannschaft der Schömberger Handballer, Trompeter Schlotte Teil der Alten-Herren-Mannschaft und die Kinder der Familienväter aktiv im Verein.
„Das ist etwas Lokales“
Die Debütsingle „Lipstick“ hat die TG so sehr gefeiert, dass die Band im Juli letzten Jahres beim Oberhohenberg-Pokal auftrat. Eine Fortsetzung gibt es übrigens am 20. Juni beim Handballfest in Schömberg.
Da bemerkten die Bandmitglieder, dass eine hohe Schnittmenge zwischen dem Verein, den Fans und ihnen selbst besteht. Obwohl die Titel der Musiker allesamt in englischer Sprache verfasst sind, gibt es die TG-Hymne auf Deutsch.
„Das ist etwas Lokales“, sagt Sänger Schmo. „Damit kann selbst Balingen nichts anfangen, weil sie zur TGS keine Verbindung haben – wir aber umso mehr.“
Es habe besonders Spaß gemacht, an dem Projekt zu arbeiten, „weil man die Leute kennt“. Themen wie Teamgeist, Motivation, Erfolg, aber auch der Umgang mit Niederlagen werden in dem Track aufgenommen.
Ohne Einfluss von KI
Im Promo-Video sind verschiedene Sequenzen zu sehen, sowohl von den Spielen und Trainingseinheiten der TGS als auch von den Auftritten und dem Making-of der Band. „Wir wollen das unterstützen, weil wir gemerkt haben, was da für eine Energie dahintersteckt, wenn die Fans ihre Mannschaft anfeuern“, so Schmo.
Die Musiker betonen, dass das Werk ohne Einfluss von Künstlicher Intelligenz entstanden ist. Sie kritisieren, dass KI ein zunehmendes Thema in der Musikbranche wird. „Bei uns steckt Herzblut, Hirnschmalz und sehr viel Arbeit drin.“
Gewürdigt wird dies auch vom Popbüro Neckar-Alb. Die Einrichtung fördert gezielt örtliche Kulturprojekte, insbesondere Popularmusik in der Region. Ein Zuschuss speziell für die TG-Hymne ist beantragt, um zumindest einen Teil der Kosten abzufedern. Die Landesmittel sind allerdings noch nicht freigegeben. „Wir wollen unseren Beitrag leisten – für den Verein, den Ort, das Zugehörigkeitsgefühl und die Verbundenheit“, erklärt Schmo. „Da läuft so viel ehrenamtlich, da muss man für kämpfen.“
Lieder als Studio-Version
Auch wenn bisher keine weiteren deutschen Lieder in Planung sind, gibt es gute Neuigkeiten für alle The SchloSchweKotSchmos-Fans. In den letzten Monaten haben die Jungs viel Zeit im Studio verbracht und einige Lieder, die bereits live performt wurden, nun auch als Studio-Version zum Streamen kreiert.
Den Auftakt macht die TG-Hymne, daraufhin folgen alle vier Wochen weitere Tracks. „The Words“ folgt beispielsweise im Juni. „Da geht’s um typische Teenagergefühle“, sagt Schmo lachend. „Aber jetzt bin ich vor ein paar Wochen 40 geworden und ich weiß noch immer nicht, ob ich je aus diesen Gefühlen raus bin.“
Songs in Studio-Qualität
Immerhin ist das zentrale Motiv in der Musikwelt: Herzschmerz. Daher haben die Liedtexte nichts an Aktualität verloren – auch wenn viele davon noch aus der Feder des damals 14-jährigen Sängers entsprungen sind und jetzt realisiert werden dürfen. „Die Alten hören eh nicht auf den Text und die Jungen finden sich darin wieder. Den meisten geht es um die Musik“, ist sich Bassist Dave sicher. Live steht The SchloSchweKotSchmos nicht nur beim Handballfest bereit, sondern auch auf der Bühne des Stadtfests in Schömberg am 4. Juli.