Am Tatort in Pfaffenweiler sind Blumen niedergelegt worden. Foto: Marc Eich

Die Ermittlungen zur Familientragödie in Pfaffenweiler haben weitere Erkenntnisse zu den Umständen der Tat geliefert. So hat sich ein Verdacht zum Zustand des 32-Jährigen bestätigt.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären, hätten die laufenden Ermittlungen den Verdacht bestätigt, wonach sich der 32-Jährige bei der Ausübung der Tat in einem psychischen Ausnahmezustand befand.

In diesem Zustand habe der Mann zunächst seine Eltern erstochen und sich anschließend selbst umgebracht. Wann sich die Tat ereignet hatte und wie er seine 57-jährige Mutter und seinen 62 Jahre alten Vater überwältigen konnte, ist offiziell noch nicht bekannt.

Wie die Ermittlungsbehörden erklären, habe der Täter im elterlichen Haus gewohnt. In der Vergangenheit sei er hinsichtlich psychischer Probleme bereits in ärztlicher Behandlung gewesen.

Unsere Redaktion hatte erfahren, dass es bereits vor der Familientragödie zu einem Zwischenfall mit einem Messer in dem Einfamilienhaus gekommen war. „Bis dato gab es keine polizeilichen Hinweise auf eine Fremdgefährdung“, heißt es diesbezüglich seitens der Behörden.

Polizei will Hinterbliebene schützen

Ob die am Montag durchgeführte Obduktion der Leichen neue Erkenntnisse brachte, ist bislang unbekannt. Zum Schutz der Hinterbliebenen wolle man sich ohnehin nur zurückhaltend äußern, erklärte Polizeisprecher Jörg Kluge auf Anfrage unserer Redaktion.