Mehr als ein Jahrzehnt ist es nun her, dass das Laguna neu gestaltet wurde. Das Verlagern der Umkleidebereiche in den Keller hat für Senioren aber Nachteile gebracht. Foto: Maja Tolsdorf

Der Umbau des Laguna war auf Familien mit Kindern ausgerichtet. Senioren müssen nun aber unzählige Stufen überwinden, denn die Umkleiden wurden in den Keller verlegt.

Das Laguna Badeland ist zwischen 2011 und 2013 für rund 22 Millionen Euro umfassend saniert und umgebaut worden. Allerdings sind nicht alle Bereiche zum Vorteil aller Besucher umgestaltet worden. Während die funktionale Architektur nach dem Umbau gezielt auf Familien mit Kindern ausgerichtet worden ist, gelangten die Senioren beim Umbau der Umkleidebereiche ins Hintertreffen: Die älteren Laguna-Besucher müssen nun zahlreiche Stufen rauf und runter, um die Wechselumkleidekabinen im Keller zu erreichen und vorn dort wieder zu den Becken zu gelangen.

 

Zu den Umkleiden der Sauna links vom zentralen Kassenbereich sind nur wenige Stufen zu überwinden. Ebenerdig zu erreichen sind die Betreuerkabinen sowie Sanitär- und Umkleidebereiche für Menschen mit Einschränkungen. Das Sportbecken hat für Sportler einen separaten Eingang und eigene Umkleiden.

Geschäftsführer Marcel Rülke zeigt beim Pressegespräch Verständnis dafür, wenn Senioren das Laguna wegen der vielen Stufen zur Umkleide mieden: „Dabei würde diese Besuchergruppe so gut am Vormittag reinpassen, wenn Familien mit Kleinkindern das Bad besuchen.“

Der Kleinkindbereich ist abgetrennt und dank vieler Liegen, Tische und Stühle dennoch bestens einsehbar. Dort können die Kleinsten mit wasserspeienden Tieren planschen, rutschen oder Kaskaden mit Schiebern selbst steuern.

Nach fast 30 Betriebsjahren mussten die Badewassertechnik, die Gebäudesubstanz und die Rohrleitungen grundlegend saniert werden. Der Innenbereich ist komplett umgestaltet worden, um im Wettbewerb mit anderen Freizeitbädern zu bestehen. Während das nun 40 Meter lange Wellenbecken blieb, wurden andere Bereiche verändert. So musste zum Beispiel die alte grüne Riesenrutsche weichen, während andere, nun im Rutschenturm, modernisiert wurden und zuletzt im März eine neue hinzukam.

Seit Herbst 2025 sind Natalia Golovina und Marcel Rülke als Geschäftsführerduo tätig, nur Monate später, im Januar, folgte die erste Schließung unter neuer Leitung: Die Heizungsanlagen mussten repariert werden.

Zwei Heizkessel, die in der kalten Jahreszeit das Blockheizkraftwerk (BHKW) unterstützen müssen, meldeten verschiedene Störungen. Diese sorgen nicht nur für warmes Wasser in Becken und Duschen, sondern auch für warme Räume. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, könne die verlässliche Wärmeversorgung nicht mehr garantiert werden, wie Golovina gegenüber unserer Zeitung erklärte.

Mehrere Pannen im vergangenen Jahr

Und weil die Herausforderungen beim Beheizen des Spaßbads auch mit dem in die Jahre gekommenen Blockheizkraftwerk zu tun haben, gibt es noch keine endgültige Lösung. Golovina rechnet mit einem Zeithorizont von etwa zwei bis drei Jahren.

Nachdem das BHKW im vergangenen Jahr mehrere Pannen hatte, sei inzwischen der Kessel neu geschweißt und auch sonst viel für einen möglichst störungsfreien Dienst getan worden. Parallel zu den kurzfristigen Reparaturen beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit der Stadt mit einer langfristigen Lösung zum Sicherstellen der Heizungs- und Warmwasserversorgung.

Das Laguna schließt im September seine Türen für eine umfassende Revision. Foto: Maja Tolsdorf

Dennoch wird das Laguna im September ein weiteres Mal für etwa zwölf Tage schließen: für eine umfangreiche Revision der gesamten Anlage. Dazu müssen auch die Becken trockengelegt werden, um dort Reparaturen vornehmen zu können. „An eine Vielzahl von Einrichtungen kommt man gar nicht dran, wenn Wasser im Becken ist, erklärte Geschäftsführer Marcel Rülke.

Große Revision im September geplant

Das Ablassen des Wassers in allen Becken und das Wiederauffüllen und Einstellen der Wasserqualität sei ein Grund für die relativ lange Schließzeit von 14. bis 25. September. Die Revision im Sauna-Parc gehe deutlich schneller, die Saunen sollen am 19. September wieder öffnen.

Eine solch grundlegende Revision sei für eine Anlage wie dem Laguna wichtig, um alle Bereiche auf einem optimalen Standard zu halten. Die letzte große Revision habe vor acht Jahren stattgefunden, weshalb es nun höchste Zeit dafür sei, sind sich Golovina und Rülke einig.

Voll eingespannt sind dann alle rund 100 Beschäftigten, entsprechend werde schon jetzt an den Ablaufplänen gearbeitet, um die Arbeiten zu koordinieren und möglichst sicherzustellen, dass das Laguna nach den zwölf Schließtagen den Gästen wieder vollständig zur Verfügung steht. Rülke und Golovina zeigen sich zuversichtlich, dass die Revision nach Plan verläuft und es keine weiteren ungeplanten Schließtage geben muss.