In Pfaffenweiler wird in die Turn- und Festhalle und ins Rathaus investiert. Der Ortschaftsrat beschloss Verbesserungen und Neuanschaffungen. Ärger gibt es über die ausbleibende Erweiterung der Tagesstätte, da die Stadt die Kosten reduziert hat.
So legte Markus Goike vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau in der Sitzung das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie vor, wonach die umfassende Modernisierung der Küche in der Turn- und Festhalle angegangen werden kann.
Hygiene-Schwachstellen sollen eliminiert, Arbeitswege optimiert und die Flächen für die Koch-, Spül- und Schanktechnik erneuert und erweitert werden. Der Rat stimmte der Aufnahme der Planung zu.
Zudem ist für das gesamte Gebäude auf dem Flachdach eine neue Lüftungsanlage in Planung. Bis April 2025 werde die Planungsphase, einschließlich der dann ermittelten Kosten, abgeschlossen sein. Im Mai werde der Bauantrag eingereicht. Mit der Fertigstellung rechne man im April 2026, erläuterte Goike. Mit der Neuinstallierung des Abluftsystems ginge wohl auch eine neue Deckenverkleidung einher, wobei zu klären sei, inwieweit dafür noch vorhandene Wandpaneele verwendet werden können.
Neuanschaffungen fürs Rathaus
Die Zustimmung der Räte fand auch die vorgesehenen Neuanschaffungen von Schreibtischen, Schränken und Leuchten in Höhe von rund 5500 Euro für zwei Büros im Rathaus. Der Rat beschloss weiterhin die Vergabe der Arbeiten für eine neue Teeküche im Zimmer von Ortsvorsteher Martin Straßacker (8500 Euro) und den Austausch der noch gusseisernen Abwasserleitungen in der Werkstatt des technischen Mitarbeiters im Untergeschoss (8000 Euro).
Unglücklich ist sowohl die Bürgerschaft als auch der Ortschaftsrat von Pfaffenweiler mit der ausbleibenden KiTa-Erweiterung. Wie bereits berichtet, entzieht die Stadt dem 4,7-Millionen-Projekt mehr als die Hälfte (2,5 Millionen Euro), um damit die Kindertagesstätte Oberer Brühl im Stadtgebiet Villingen zu realisieren.
Zweifel an Statistik
In der jüngsten Sitzung äußerten Eltern ihre Sorge, dass nach jahrelanger Planung damit auch die zugesagte Sanierung und Modernisierung gefährdet sei. Ortschaftsrat Thomas Jung zweifelte gar die Statistik an, laut der Pfaffenweiler bis 2040 rund 500 Einwohner – und damit auch Kinder – weniger haben soll. „Das kann ich mir nicht vorstellen“, sagte er, zumal Pfaffenweiler ein Neubaugebiet aufweise.
Planung bis im Dezember versprochen
Dieter Kleinhans, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft und Hochbau, versuchte, die Gemüter zu beruhigen. Gemeinsam mit dem Ortsvorsteher Martin Straßacker und der Kindergartenleitung habe man die Situation besprochen. „Die Stadt und der Gemeinderat nehmen das KiTa-Projekt in Pfaffenweiler sehr ernst“, beteuerte er und versprach, dem Ortschaftsrat die Planung noch im Dezember vorzulegen. Den Baubeginn und die –zeit könne er zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht abschätzen.