Die Theatercompagnie Familie Flöz gastiert im Burghof in Lörrach. Foto: Simon Wachter

Die international renommierte Theatercompagnie Familie Flöz ist mit ihrem Stück „Hokuspokus“ im Burghof Lörrach zu Gast.

Das Ensemble, das seit vielen Jahren regelmäßig in Lörrach auftritt, gehört zu den prägenden Stimmen eines zeitgenössischen Maskentheaters, das ganz ohne Worte auskommt und dennoch weltweit verstanden wird, heißt es in der Ankündigung.

 

Mit „Hokuspokus“ erweitert Familie Flöz am kommenden Sonntag, 11. Januar, ihr künstlerisches Vokabular und richtet den Blick auf den Ursprung des Erzählens selbst: auf Schöpfung, Verwandlung und das Entstehen von Welten auf der Bühne.

Im Zentrum des Abends steht eine theatrale Erkundung der Frage, wie Wirklichkeit entsteht und wie sie im Theater immer wieder neu erfunden wird. Inspiriert von Schöpfungsmythen und Erzählungen vom Anbeginn der Welt erschaffen die Spieler live eine fragile Bühnenrealität. Seelenlandschaften und Kulissen entstehen vor den Augen des Publikums, Sounds und Geräusche werden unmittelbar erzeugt, Projektionen wachsen zum Bühnenbild.

Auf diese Weise entsteht ein offener Möglichkeitsraum, in dem sich Bild, Bewegung und Klang gegenseitig bedingen, heißt es. Erstmals zeigt Familie Flöz in diesem Stück zudem nicht nur die vertrauten Maskenfiguren, sondern auch die Akteure dahinter. Die Grenzen zwischen sichtbarem Körper und verhülltem Gesicht, zwischen Figur und Spieler, zwischen Illusion und Entstehungsprozess werden bewusst durchlässig.

Bereits am Nachmittag des Vortags, also am Samstag, 10. Januar, öffnet sich der Burghof für eine andere Perspektive auf diese Theaterarbeit. In einem Workshop mit dem Titel „Was steckt hinter der Maske?“ gibt Michael Vogel, Mitbegründer von Familie Flöz, Einblicke in die Praxis des Maskenspiels.

Theaterinteressierte, Laien wie Profis, haben die Möglichkeit, selbst mit den charakteristischen Masken der Kompagnie zu arbeiten und zu erfahren, wie sich Ausdruck, Präsenz und Emotion verändern, wenn das eigene Gesicht hinter einer starren Form verschwindet. Im praktischen Spiel geht es um die Frage, wie Leben in scheinbar leblose Objekte gelangt und welche körperlichen Ausdrucksformen entstehen, wenn Mimik nicht zur Verfügung steht.

Mit der Kombination aus Aufführung und Workshop unterstreicht der Burghof Lörrach seinen Anspruch, Theater nicht nur zu zeigen, sondern auch als lebendigen, erfahrbaren Prozess zu vermitteln, heißt es.

Weitere Informationen etwa zur Anmeldung zum Workshop sowie Tickets gibt es online unter www.burghof.com.