Es wird gegen sechs Mitarbeiter der Bamf-Außenstelle Sigmaringen ermittelt. Foto: dpa

Mögliche Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen für Dolmetscherdienste. Es soll um geringe Beträge gehen.

Sigmaringen (dpa/lsw) - Wegen falscher Abrechnungen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen mehrere Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Sigmaringen. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde in Hechingen am Montag. Konkret werde wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen für Dolmetscherdienste ermittelt. "Allerdings geht es nach heutigem Wissensstand um eher geringe Beträge", sagte der Sprecher weiter. Ob Anklage gegen die Mitarbeiter erhoben wird, sei momentan noch offen.

Es werde zurzeit geprüft, ob überhaupt ein strafbares Verhalten vorliegt. Die Tageszeitung "Die Welt" hatte gemeldet, dass gegen sechs Mitarbeiter der Bamf-Außenstelle Sigmaringen ermittelt werde. Diese Zahl wollte die Staatsanwaltschaft nicht bestätigen.

Ein Sprecher des Bamf nannte jedoch diese Zahl. Er teilte auch mit, dass mutmaßliche Zuwendungen von Übersetzern sowie falsche Abrechnungen zwischen Herbst 2016 und Frühjahr 2017 im Raum stünden. Der Hinweis zu den Fällen in der Außenstelle sei von einer Ombudsperson für Korruptionsprävention aus dem Bundesinnenministerium gekommen. Den Hinweis habe das Bamf geprüft und den Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

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