Start der Kernzeit in den nagelneuen Containern nach den Schulferien – das stimmte schon. Allerdings wurde es nach den Herbstferien, statt wie zunächst angepeilt nach den Sommerferien. Die Lieferung hatte sich verzögert.
Lob gab es von Schulleiterin Patricia Fischer für das Kernzeitteam, das sämtliche Utensilien zweimal ein- und wieder ausgepackt hat, um schließlich während der Herbstferien endgültig umzuziehen.
Drei Räume Dreimal 50 Quadratmeter stehen für die Kinder der Klassenstufen zwei bis vier zur Verfügung. Dritt- und Viertklässler, zusammen 22 Kernzeitkinder, nutzen einen der hellen Räume, die 29 Zweitklässler den zweiten und der dritte ist Gemeinschafts-, Spiel- und „Chill“-Raum. Die knapp 30 Erstklässler, die in die Kernzeit kommen, sind weiterhin im Raum im Schulgebäude.
Nachbesserungen Rund 200 000 Euro haben Fundament und Container samt Versorgungsleitungen gekostet, so Hauptamtsleiterin Ilona Störner-Meier. Einige Optimierungen soll es noch geben.
Im Vorraum, der noch einmal 25 Quadratmeter hat, soll eine Garderobe angebracht werden und außerdem eine Toilette entstehen, denn der Gang hinüber ins Schulgebäude ist gerade im Winter ungemütlich. Im Gemeinschaftsraum wird noch mit einer Schalldämmung nachgebessert: Die Lärmbelastung ist sowohl von draußen herein als auch innen bei 20 Kindern und mehr durchaus beträchtlich.
Kreativ und ideenreich Das Betreuerinnenteam hat die Räume mittlerweile gemeinsam mit den Kindern kreativ und ideenreich eingerichtet.
So gibt es neben den Tischen fürs Hausaufgabenmachen gemütliche Ecken, eine improvisierte Tee-Bar und sogar upgecycelte Möbel wie einen Schachbretttisch.
Alles neu? – davon sind sie weit entfernt. Vielmehr wurden etwa aus den ehemaligen Kindergärten Neusatz und Rotensol noch funktionsfähige Möbel wiederverwendet.
Kernzeitteam Personell hat die Kernzeit keine Sorgen, so die Hauptamtsleiterin. Petra Ochs und Kristina Staib betreuen die Zweitklässler, Alexandra Walther die Gruppe der Älteren. Wie auch die beiden Betreuer der Erstklässler drüben im Schulhaus, sind sie in Teilzeit zwischen 50 und 75 Prozent angestellt. Dazu gibt es Aushilfen.
„Kein Zeitdruck“
Zahlen zur Kernzeit Kernzeitbetreuung, das bedeutet im Moment auf Wunsch Betreuung zwischen 7 und 8.30 Uhr morgens sowie ab 11.45 bis entweder 13.30 oder 17.00 Uhr. 30 der insgesamt etwa 80 Kernzeitkinder erhalten ein Mittagessen, das in der Schulküche erwärmt und eingenommen wird.
Von den insgesamt 223 Kindern der Falkensteinschule nutzt also ein gutes Drittel die Kernzeitbetreuung.
Hinsichtlich des Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026 soll zunächst die flexible Betreuung durch die Kommune bleiben, wie sie ist, so Bürgermeister Klaus Hoffmann. „Über die Ferienbetreuung müssen wir uns künftig Gedanken machen“, ergänzt Hauptamtsleiterin Störner-Meier. Die kommenden Kinderzahlen ließen ein weiteres Arbeiten mit den aktuellen Räumen zu. Die Planung für ein festes Gebäude „sind zwar ein Wunsch, aber es besteht kein Zeitdruck“, formuliert es Störner-Meier vorsichtig. Schließlich muss auch die finanzielle Seite bedacht werden.
Tolle Idee
Kinder und Container Und was sagen die Kernzeitkinder zu ihrer neuen Unterkunft? „Zu Anfang wollten sie nicht in Container einziehen“, berichtet Betreuerin Ochs, „aber seit sie drin sind, gefällt es ihnen doch. Immer mal wieder werden eine Mama oder ein Papa zum Hereingucken eingeladen“. Eine tolle Idee des Kernzeitteams: Die Kinder sollen in einem kleinen Wettbewerb einen anderen Ausdruck für den strapazierten Begriff „Container“ als ihr neues Zuhause finden.
Und weihnachtlich-kreativ sind die Mädchen und Jungen derzeit auch schon – neben der adventlichen Gestaltung der Fenster in ihren Räumen haben sie schon fleißig für die Tagespflege gebastelt. Mit Bollerwagen wird es demnächst einen Kernzeit-Ausflug zum Gebäude an der Alb geben, um die Tagespflegegäste zu überraschen.