Schüler der Steinachtalschule in Talheim freuten sich über neue Fairtrade-Sportbälle von der Stadt Horb. Foto: Stadt Horb

Die Stadtverwaltung hat an der Steinachtalschule Fairtrade-Bälle übergeben. Horb konnte sein Zertifikat als Fairtrade-Stadt erneuern.

Große Aufmerksamkeit und begeisterte Kinder an der Steinachtalschule Talheim: Im Beisein von Oberbürgermeister Michael Keßler wurden der Schule kürzlich neue Fairtrade-Sportbälle übergeben.

 

Die Bälle wurden von der Stadtverwaltung Horb aus dem Fairtrade-Budget finanziert und der Schule als Spende überreicht. „Die Aktion unterstreicht das gemeinsame Engagement von Stadt und Schule für fairen Handel und nachhaltiges Handeln“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Horb.

Fairtrade an der Schule

Die Ballübergabe war eingebettet in eine anschauliche Präsentation rund um fairen Handel und globale Verantwortung – vorbereitet und gestaltet von Bettina Gerster gemeinsam mit fünf Schülerinnen und Schülern aus dem Fairtrade-Schulteam.

Mit viel Engagement vermittelten Bettina Gerster und die Kinder spannende Hintergrundinformationen zur Herstellung fair gehandelter Fußbälle, zu Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern und zur Bedeutung von Fairness – nicht nur im Sport, sondern auch im weltweiten Handel. Die anwesenden Kinder der Schule machten aufmerksam mit, stellten Fragen und beteiligten sich aktiv.

Thema Verantwortung

Die Steinachtalschule Talheim ist eine einzügige Grundschule mit Ganztagsbetrieb. Rund 80 Schülerinnen und Schüler lernen hier in vier Klassen. Einer der zentralen Leitsterne der Schule ist das Thema „Verantwortung“. Ziel ist es, Kinder frühzeitig für ein faires, nachhaltiges und zukunftsfähiges Handeln zu sensibilisieren. Dieses Selbstverständnis spiegelt sich auch im langjährigen Engagement als Fairtrade-Schule wider.

Wegweisend im Kreis

Bereits seit dem Schuljahr 2016/17 beteiligt sich die Steinachtalschule an der Kampagne „Fairtrade Schools“ des gemeinnützigen Vereins TransFair. Als erste Schule im Landkreis Freudenstadt machte sie sich damals auf den Weg, Fairtrade-Schule zu werden.

Nach einer zweijährigen Bewerbungsphase wurde sie im Juni 2018 ausgezeichnet – ein Titel, der seither regelmäßig überprüft und erneuert wird. Der faire Handel ist an der Steinachtalschule fest im Schulalltag verankert: Alle Klassen begegnen dem Thema mindestens einmal pro Schuljahr im Unterricht, etwa anhand von Schokolade, Bananen, Fairtrade-Siegeln oder den Kinderrechten. Hinzu kommen zahlreiche Aktionen wie faire Frühstücke, Projekttage mit kooperativen Spielen, Verkaufsstände bei Schulveranstaltungen oder eine eigens gestaltete Schuledition der guten Schokolade. Auch fair gehandelte Produkte im Lehrerzimmer, beim Pausenverkauf oder bei Schulgeschenken gehören selbstverständlich dazu.

Ein „faires Netzwerk“

Organisiert wird das Engagement vom Fairtrade-Schulteam, dem Schülerinnen und Schüler, Elternvertreter, Lehrkräfte sowie Schulleiterin Luisa Eidel angehören. Unterstützt wird die Schule durch Kooperationen unter anderem mit den Weltläden in Freudenstadt und Eutingen, der katholischen Kirchengemeinde Talheim sowie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Nach der Präsentation richtete Oberbürgermeister Michael Keßler das Wort an die Kinder und übergab anschließend die Fairtrade-Bälle. Sichtlich angetan vom Engagement der Schülerinnen und Schüler genoss er den Termin mitten unter den rund 80 Kindern.

Zertifikat erneuert

In diesem Rahmen wurde auch darauf hingewiesen, dass die Stadt Horb kürzlich erneut als Fairtrade-Stadt rezertifiziert wurde. Mit den neuen Fairtrade-Bällen verbindet sich nicht nur die Freude an Bewegung, sondern auch eine klare Botschaft: Fairness, Verantwortung und globale Solidarität gehören zusammen – auf dem Spielfeld genauso wie im täglichen Leben.