Viel Engagement kommt auch von den Ehrenamtlichen des Balinger Weltladens, hier beim Nachhaltigkeitstag in Hechingen Foto: Sabine Hegele

„Weit mehr als ein Label“: Die Stadt Balingen darf sich für zwei weitere Jahre „Fairtrade-Town“ nennen. Nach intensiver Prüfung wurde die Titelerneuerung kürzlich bestätigt.

Gute Nachrichten für die Eyachstadt: Balingen darf sich auch für die kommenden zwei Jahre offiziell Fairtrade-Town nennen. Die Kampagne hat die Titelerneuerung Anfang Januar bestätigt.

 

Die Stadt Balingen schreibt in einer Mitteilung: „Nach intensiver Prüfung hat die Kampagne Fairtrade-Towns die Titelerneuerung Anfang Januar bestätigt.“ Der Titel zeichnet Kommunen aus, die sich aktiv und nachhaltig für den fairen Handel einsetzen und die Kriterien der Kampagne dauerhaft erfüllen.

Balingen trägt seit dem 24. März 2012 den Titel der Fairtrade-Stadt und setzt sich seitdem für globale Verantwortung, gerechte Produktions- und Handelsbedingungen sowie faire Lebens- und Arbeitsbedingungen für Erzeugerinnen und Erzeuger in den Ländern des globalen Südens ein. So auch im vergangenen Jahr.

Faire Fußbälle und Brunch

Zum Start ins Schuljahr 2025 etwa übergab die Stadt 100 fair gehandelte Fußbälle an alle städtischen Schulen sowie die Freie Waldorfschule Balingen. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Zollernalbkreis wurde ein Brunch auf dem Marktplatz veranstaltet, der die „Faire Woche“ und die „Interkulturelle Woche“ zusammenbrachte und Austausch über Kultur, Genuss und Fairness förderte.

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums gestalteten das neue Design für die faire Stadtschokolade – ein kreativer Beitrag zur Sensibilisierung. Beim 50-jährigen Stadtjubiläum präsentierte die Steuerungsgruppe fair gehandelte Produkte und den ökologischen Fußabdruck und es wurden Vorträge zu Klimagerechtigkeit, „Walk & Talk“-Schokoladentouren, faire Frühstücke und Kultur-Events veranstaltet.

Auszeichnung ein starkes Signal

„Die erneute Auszeichnung als Fairtrade-Stadt ist ein starkes Signal und eine wichtige Bestätigung unserer gemeinsamen Arbeit in der Steuerungsgruppe“, betont Niko Skarlatoudis, Vertreter der Stadt Balingen in der Fairtrade-Steuerungsgruppe.

„Fairer Handel ist für uns kein kurzfristiges Projekt, sondern ein dauerhaftes Bekenntnis zu globaler Verantwortung, sozialer Gerechtigkeit und nachhaltigem Handeln – sowohl im kommunalen Alltag als auch gemeinsam mit engagierten Akteurinnen und Akteuren aus der Stadtgesellschaft.“

Dank an den Weltladen

Auch Dirk Abel, Oberbürgermeister der Stadt Balingen, betont die besondere Bedeutung des fairen Handels für Balingen: „Fairer Handel ist für mich weit mehr als ein Label – er steht für Haltung, Verantwortung und gelebte Solidarität über Ländergrenzen hinweg.“ Die erneute Auszeichnung als Fairtrade-Stadt erfülle ihn mit großer Freude.

„Dass Balingen diesen Weg konsequent weitergeht, verdanken wir vor allem den engagierten Mitgliedern unserer Fairtrade-Steuerungsgruppe. Mein herzlicher Dank gilt den Vertreterinnen und Vertretern des Weltladens, der Schulen, der Kirchen, des b2-Biomarkts sowie den Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinderats, die mit Leidenschaft, Ideenreichtum und Ausdauer den fairen Handel in unserer Stadt sichtbar machen und mit Leben füllen.“

Balingen möchte Engagement ausbauen

Mit der erneuerten Auszeichnung als Fairtrade-Stadt möchte Balingen sein Engagement weiter ausbauen. Unter dem bundesweiten Jahresmotto „Fairness“ stehen auch für 2026 wieder vielfältige Aktivitäten, Aktionen und Kooperationen auf dem Programm.

Die Steuerungsgruppe, lokale Akteurinnen und Akteure sowie die Stadtverwaltung laden alle Interessierten ein, sich mit eigenen Ideen einzubringen und gemeinsam an der positiven Entwicklung des Fairtrade-Engagements mitzuwirken.