Kleine Häppchen mit Honig und Marmelade gab es bei der "Fairkostung" auf dem Marktplatz in Meßstetten.   Foto: Lissy

"Fairkostung": In Meßstetten gibt’s fair gehandelte Produkte / Aufbau von Strukturen

Meßstetten. Mit einer "Fairkostung" von fair gehandelten Nüssen, Keksen, Salzgebäck, Bananenchips, Studentenfutter, Tee sowie vom fair gehandelten "Meßstetter Kaffee" und von der "Meßstetter Schokolade" hat die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Meßstetten zusammen mit Schülern der Realschule und Mitarbeiterinnen des Weltladens auf dem Marktplatz die bundesweite "faire Woche" beendet.

Mit dieser Aktion machten die Veranstalter die Wochenmarktbesucher auf das diesjährige Schwerpunktthema "Welchen Beitrag der faire Handel zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Wirtschaften leistet" aufmerksam. Die Erklärung der UN-Charta – Artikel 23 – betont, dass menschenwürdige Arbeit ein Menschenrecht sei. Die Vereinten Nationen zählen menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaften zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung.

Die Corona-Pandemie zeige jedoch in erschreckender Deutlichkeit, dass es weltweit um die Arbeitsbedingungen nicht gut bestellt sei. Millionen Menschen müssten unter unwürdigen und gefährlichen Arbeitsbedingungen "schuften" und verdienten dennoch nicht genug Geld, um ihr tägliches Überleben zu sichern. Kinder würden ausgebeutet, ohne die Chance auf Bildung und eine bessere Zukunft zu haben.

Der faire Handel leiste durch den Aufbau nachhaltiger Strukturen seit 50 Jahren einen Beitrag zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und zeige, wie eine menschenwürdige und zukunftsfähige Wirtschaft gestaltet sei.

Wegen der Corona-Verordnungen verzichtete die Fairtrade-Steuerungsgruppe auf das faire Frühstück, für das die Organisatoren in den vergangenen Jahren Tische und Stühle für die Besucher zum Genießen der fairen Produkte aufgestellt hatten, und bot dafür an Stehtischen kleine Häppchen mit Honig, Marmelade und Nuss-Nougat-Creme sowie den fair gehandelten Meßstetter Kaffee an. Gerne nahmen die Besucher diese "Fairkostung" an und deckten sich dann auch beim Kauf mit fair gehandeltem Meßstetter Kaffee und Meßstetter Schokolade ein. Mittels der ausliegenden Info-Flyern und Broschüren nahmen sie wichtige Informationen zum fairen Handel mit nach Hause.

Der Duft von Marmelade und Honig zog nach und nach immer mehr Bienen und Wespen an, so dass die Aktion etwas vorzeitig abgebrochen werden musste. Die Mitglieder der Fairtrade-Steuerungsgruppe sowie die Schüler der Realschule mit ihrem Lehrer Joshua Czingalek zogen anschließend dennoch ein zufriedenstellendes Fazit ihrer Aktion.