Die Feuerwehr Nusplingen bekommt ein neues LF 10. (Symbolfoto) Foto: Reklov - stock.adobe.com

Die Nusplinger Feuerwehr braucht ein neues Löschfahrzeug LF 10. In seiner Sitzung am Donnerstagabend hat der Gemeinderat die Stuttgarter Firma GT-Service beauftragt, die Ausschreibung vorzubereiten und zu begleiten. Der Preis beträgt 9163 Euro.

Für eine Gemeinde wie Nusplingen sei der Kauf eines solchen Fahrzeugs durchaus etwas Besonderes, hatte zuvor Bürgermeister Jörg Alisch. „Das macht man einmal in einer Generation.“

 

Die Nusplinger Gemeinderäte beschäftigen sich schon seit geraumer Zeit mit diesem Thema. Das alte LF 10 der Nusplinger Wehr ist zwar dank hervorragender Pflege noch gut in Schuss, hat aber inzwischen 24 Jahre auf dem Buckel. Die Ersatzbeschaffung soll 2027 erfolgen. Die Kosten werden mit etwa 600 000 Euro veranschlagt; eine Zuschuss aus den Mitteln der Fachförderung in Höhe von 96 000 Euro ist im Juli bewilligt worden.

Die Anforderungen sind hoch

Nun drängt die Zeit: Der Auftrag muss spätestens zehn Monaten nach der Zuschussbewilligung vergeben sein. Die Feuerwehr hat sich bereits intensiv mit dem Thema Fahrzeug beschäftigt und sich fünf verschiedene Anbieter angeschaut, deren Angebote jetzt darauf überprüft werden sollen, wie weit sie dem Bedarf entsprechen. Da die Ausschreibung europaweit erfolgen muss, sind die Anforderungen hoch – so hoch, dass die Nusplinger beschlossen haben, lieber die Dienste eines Fachbüros in Anspruch zu nehmen.

Die Nachbargemeinde Obernheim, bei der ebenfalls eine Ersatzbeschaffung vom gleichen Fahrzeugtyp ansteht, arbeitet bereits mit GT-Service aus Stuttgart zusammen. Laut Bürgermeister Alisch eröffnet das eventuell die Möglichkeit, Synergieeffekte zu nutzen.

Die Verwaltung will nun auch noch Förderung aus dem Ausgleichsstock für die Investition beantragen. Teuer wird sie so oder so: Gemeinderat Peter Reiser bezeichnete die hohen Ausgaben, die in drei Jahren fällig werden – so lange währt die Lieferzeit – als „hartes Brot“. Zumal nur sieben Jahre später, im Jahr 2034, abermals kostenträchtiger Ersatz beschafft werden müsse, nämlich für das dann 29 Jahre alte HLF/20.

Reisers Ratskollege Hans Hager pflichtete bei: Die Entscheidung falle nicht leicht; immerhin sei das derzeitige Fahrzeug gut gepflegt und in hervorragendem Zustand. „Und 600 000 Euro sind halt eine Mordsbelastung.“ Andreas Kleiner gab freilich zu bedenken, dass nicht abgewartet werden könne, bis ein solches Fahrzeug nicht mehr funktioniere. Wichtig sei, dass die Bevölkerung die Großinvestition mittrage – entsprechend müsse dafür geworben werden.