Wie kommen vor allem ortsunkundige Touristen mit dem Rad gut durch Bad Dürrheim? Es ging um eine Strecke vom Wohnmobilhafen bis ins Gewerbegebiet – und natürlich ist die angedachte Radstrecke auch für Einheimische.
Es gibt für Radfahrer – trotz der 30-Kilometer-Beschränkung – einige Gefahren- und Engstellen auf Bad Dürrheims Straßen. Damit es sowohl für Autofahrer als auch für Radfahrer sicherer wird, soll eine neue Radtrasse ausgewiesen und ausgebaut werden.
Bis jetzt fahren die Radfahrer oftmals im Verkehr mit. Der im ersten Entwurf gefundene neue Weg führt von der Huberstraße auf die Luisenstraße in Richtung Rathaus, biegt beim Tor am Haus des Gastes nach links und führt dann über die alte Bahntrasse bis in den Sophie-Scholl-Weg, von dort über den Wasserstein in das Gewerbegebiet auf die Dieselstraße, am Kaufland vorbei, die Carl-Friedrich-Benz-Straße entlang zur Schwenninger Straße und über diese wieder ins Wasserstein und auf der alten Bahntrasse zurück.
50 Prozent Zuschuss vom Land
Notwendig werden dafür verschiedene Baumaßnahmen auf städtischem Grund, und in dem Zuge wird sich wohl auch im Gewerbegebiet etwas ändern. Für die baulichen Maßnahmen gibt es Stand heute 50 Prozent Zuschuss vom Land. Eine der Hauptmaßnahmen muss auf der alten Bahntrasse stattfinden, dies ist der Fußweg, der parallel von Salinenstraße und Scheffelstraße verläuft und vom Pfadfinderheim bis in den Wasserstein führt. Dieser Weg, der bis jetzt als Fußweg ausgeschildert ist, auf dem Radfahrer aber in Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen, muss auf 3,5 Meter Breite ausgebaut und entsprechend beschildert werden. Die Kosten dafür belaufen sich nach erster Schätzung auf 300 000 Euro. Zusätzlich müssten auch Hecken zurückgeschnitten werden.
Verschiedene Routen geprüft
Geprüft wurden auch andere Möglichkeiten, beispielsweise eine Route entlang der Salinenstraße bis zum Busbahnhof. Hier rieten die beratenden Verkehrsexperten davon ab, die Route über den Busbahnhof zu führen. Bedenken wurden unter anderem von Barbara Fink (CDU) laut, dass die Nutzer von der Luisenstraße her kommend nicht den Weg am Haus des Gastes entlang auf den auszubauenden Weg finden, sondern über die Friedrichstraße und Schwenninger Straße fahren, was den gewünschten Effekt verpuffen lassen würde. Hier sah man eine entsprechende Ausschilderung als notwendig an. Zudem wird die Route auf den entsprechenden Onlineplattformen eingegeben und es soll ein Flyer gedruckt werden.
Als weitere Erkenntnis aus dem Projekt ergab sich, dass die Parkplätze entlang der Carl-Friedrich-Benz-Straße zwischen Lidl und Einmündung Schwenninger Straße im Grund nicht benötigt werden, da die Firmen alle eigene Parkplätze haben und der Rückbau Platz für den Radweg bringen und zu mehr Übersichtlichkeit führen würde.
Das Projekt ist aus der Gruppe Radverkehr erarbeitet worden und ist Teil des Gesamtmobilitätskonzepts der Stadt, zudem auch ein Teil der Bestrebung, um klimaneutral zu werden.