Für den Fahrer dieses Mercedes kam bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B27 bei Schwenningen jede Hilfe zu spät. Foto: Marc Eich

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B27 bei Schwenningen ist am frühen Samstagmorgen ein Autofahrer gestorben. Die Fahrerin eines Klein-Lkw war eine Stunde eingeklemmt.

Den Einsatzkräften bot sich ein schlimmes Bild, als sie am frühen Samstagmorgen gegen 3.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B 27 bei Schwenningen gerufen wurden.

 

Wie die Polizei berichtet, war der 21-jährige Fahrer einer Mercedes A-Klasse in Richtung Bad Dürrheim unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der junge Mann in den Gegenverkehr und stieß dort frontal mit einem entgegenkommenden Klein-Lkw einer Bäckerei zusammen, der in Richtung Deißlingen fuhr. In dem Lieferwagen saß eine 53-jährige Frau.

Der massive Frontalzusammenstoß hatte schlimme Folgen: Für den 21-jährigen Mercedes-Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Er wurde eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle. Die Fahrerin des Klein-Lkw wurde ebenfalls schwer in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.

Wie Christian Krause, Kommandant der Feuerwehr-Abteilung Schwenningen, vor Ort erklärte, hatte die Wucht des Zusammenpralls den Motorblock in die Fahrgastzelle gedrückt und die Frau insbesondere im Bereich des Beckens und des Oberschenkels eingeklemmt. Die komplizierte Rettung durch die Feuerwehr, die mit hydraulischem Gerät vorgehen musste, dauerte über eine Stunde.

Frau erleidet schwerste Verletzungen

Der Motorblock musste wieder aus dem Inneren des Fahrzeugs gedrückt werden, um die Fahrerin zu befreien. Zudem wurden beide Türen abgenommen, um auch einen Zugang für den Rettungsdienst zu schaffen. Die Frau wurde schließlich über die Beifahrerseite gerettet und kam mit schwersten Verletzungen ins Klinikum. Ob Lebensgefahr besteht, konnte vor Ort noch nicht gesagt werden.

Nachdem die Fahrerin gerettet war, verschaffte sich ein Gutachter einen Überblick an der Einsatzstelle. Seine Erkenntnisse und die Ermittlungen der Polizei sollen klären, warum der 21-jährige Fahrer auf die Gegenfahrbahn geraten war. Bereits vor Ort wurden Zeugen befragt.

Feuerwehr muss Leiche bergen

Nach dem Ende der Unfallaufnahme hatte die Feuerwehr die traurige Aufgabe, die Leiche des Mercedes-Fahrers zu bergen und sie anschließend einem Bestatter zu übergeben.

Für die langwierigen Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie die umfangreichen Ermittlungen blieb die B 27 zwischen der Abfahrt Flugplatz/Mühlhausen und der Abfahrt zur B 523 über mehrere Stunden voll gesperrt.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 55.000 Euro. Vor Ort war die Feuerwehr Villingen-Schwenningen, die mit 22 Kräften und dem Wechsellader Rüst anrückte, der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen, zwei Notärzten sowie dem Organisatorischen Rettungsleiter vor Ort, zwei Helfer der Psychosoziale Notfallversorgung, Fachberater des Technischen Hilfswerks sowie die Polizei.