Die L 108 zwischen Hornberg und dem Fohrenbühl wird saniert. Foto: Kern

Rege nahmen die betroffenen Anlieger an der Infoveranstaltung zur Fahrbahnsanierung der L 108 von Hornberg auf den Fohrenbühl teil. Viele hatten mehr Informationen, vor allem über die geplanten Busverbindungen, erwartet.

Bürgermeister Marc Winzer und Dietmar Ribar vom planenden Ingenieurbüro Zink gaben einen Überblick über die geplanten Arbeiten sowie die damit verbundene Vollsperrung der beiden Streckenabschnitte und der geplanten Umleitungen.

 

Es sei ihm wichtig, transparent unterwegs zu sein, so Bürgermeister Winzer gleich zu Beginn, daher werde mit Baubeginn eine Subsite der Website Hornberg installiert, auf der der Baufortschritt und alles was damit zusammenhänge, immer aktuell zu sehen sei.

Dietmar Ribar stellte anhand von Grafiken die beiden geplanten Bauabschnitte und die geplante Beschilderung dar. Der obere Bauabschnitt (vom Reichenbacher Kriegerdenkmal bis zur Kreisgrenze auf dem Fohrenbühl) werde aufgrund der Mitverlegung von Breitband, Strom- und Abwasserleitungen mehr Zeit in Anspruch nehmen als der untere Abschnitt von der Postwiese bis zum Denkmal.

Die Vollsperrung ist durch Vorgaben unumgänglich

Aufgrund der Straßenbreite von 6,20 bis 6,50 Meter führe an der Vollsperrung kein Weg vorbei, man sei an Vorgaben gebunden, das sei keine Willkür. Für eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung sei eine Fahrbahnbreite von 7,50 bis 8 Meter nötig. Er wies darauf hin, dass es auf dem oberen Streckenabschnitt eine Wanderbaustelle geben werde, zu Beginn der so entstehenden Sackgasse könne es daher keinen Hinweis geben, wie weit man komme. Es gebe auch keine Wendemöglichkeit. Für einen eventuell notwendigen Einsatz von Rettungskräften werde es Stahlplatten geben, die schnell die Fahrbahn überbrücken könnten und so die Durchfahrt ermöglichen.

Als Baubeginn für den oberen Abschnitt sei der 9. September geplant, diese Maßnahme soll möglichst in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Baubeginn untere Bauabschnitt sei im kommenden Jahr, der Termin ist wetterabhängig.

Der geplante Baubeginn am 9. September fällt mit dem Schulbeginn nach den Ferien zusammen und so betrafen viele Fragen der Anwesenden die der Kindergarten- und Schulkinder. Enttäuscht zeigten sich Eltern, die einen konkreten Busfahrplan erwartet hatten. „Wir sind alle berufstätig, wir können nicht einfach eine Stunde mehr einplanen“, hieß es beispielsweise. Man sei mit den beiden betroffenen Busunternehmen im Gespräch, so Bürgermeister Winzer. Auf die Frage, was mit den Kindern sei, die direkt an der Strecke wohnen, antwortete Ribar, wegen der Wanderbaustelle müsse es individuelle Lösungen geben.

Unter den Anwohnern herrscht noch Unzufriedenheit

Auch die Busverbindung zwischen Schramberg wurde thematisiert, Pendler sind auf den Bus angewiesen, dieser müsse eine überörtliche Umleitung nehmen, so Ribar.

Es sei peinlich, dass man jetzt da stehe und nicht wisse, wie es im September weitergehe, so ein Anwohner der Postwiese. Viele gingen in den Urlaub und kämen zwei Tage vor Baubeginn zurück.

Seit wann denn die Stadt von den Plänen wisse, lautete die Frage einer Zuhörerin, die Ribar mit vor circa acht Wochen beantwortete. Das Regierungspräsidium (RP), das für die Arbeiten verantwortlich sein, spreche solche Maßnahmen nicht mit den Städten ab. Sobald die Stadt Hornberg davon erfahren habe, habe man sich mit dem RP in Verbindung gesetzt, wegen der geplanten Verlegung der Leitungen einigte man sich darauf, dass die Stadt und nicht das RP die Planungen übernehme.

In der vergangenen Woche wurden die Arbeiten vergeben, so Bürgermeister Winzer. Er habe vor der Urlaubszeit noch die Fragen der Betroffenen aufnehmen wollen.

Es war zu hören, dass viele Anwesende bedauerten, dass niemand vom Regierungspräsidium anwesend war, um Informationen zu geben.

Umleitung

Die örtliche Umleitung während der Vollsperrung des oberen Abschnitts führt durch Oberreichenbach über Rötenbach auf den Fohrenbühl. Sie ist nur für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen erlaubt.