Die Suche nach dem Mann, der im Januar einen 37-Jährigen in Trossingen ermordet haben soll, dauert an. Klar ist bislang nur: Er hat sich ins Ausland abgesetzt.
Vier Monate ist der Mord nun her – und der mutmaßliche Täter ist nach wie vor auf der Flucht. Am 27. Januar war die Leiche eines 37-Jährigen in der ehemaligen Pizzeria „Luna“ in der Schmutterstraße gefunden worden und schon recht bald stand fest: Der Mann wurde ermordet. Er starb laut Polizei und Staatsanwaltschaft durch Messerstiche.
Im Tatverdacht steht nach Angaben der Behörden ein Mann mit deutscher und russischer Staatsangehörigkeit. Er soll bereits kurz nach der Tat ins Ausland geflohen sein.
Stand heute wird weiterhin davon ausgegangen, dass sich der Beschuldigte ins Ausland abgesetzt hat, wie Oberstaatsanwalt Markus Wagner nun auf Nachfrage mitteilte.
In welchem Land sich der Tatverdächtige aufhalten könnte, dazu macht die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage keine Angaben.
Keine Spur von der Tatwaffe
Zunächst hatte es für den Fall die Sonderkommission namens „Mondschein“ gegeben. Diese wurde aber nach einiger Zeit aufgelöst. Die Ermittlungen werden von der Kriminalinspektion 1 der Kriminalpolizeidirektion Rottweil weitergeführt. „Diese koordiniert auch die aktive Fahndung und arbeitet hierbei mit nationalen und internationalen Behörden zusammen“, fasst der Oberstaatsanwalt zusammen.
Die Tatwaffe – wohl ein Messer –, nach der am Tag nach dem Auffinden des Opfers intensiv auch direkt vor Ort in Trossingen gesucht wurde, wurde bislang nicht aufgefunden. Auch Anwohner oder Passanten waren um Hinweise an die Kripo gebeten worden, sollten sie verdächtige Gegenstände entdecken, die möglicherweise mit Tötungsdelikt in Verbindung stehen könnten. Dieser Aufruf brachte aber offenbar ebenso wenig hilfreiche Ergebnisse wie alle weiteren Bemühungen.
Was war das Motiv?
Zum Motiv gibt es offenbar keine neuen Erkenntnisse. Im März hatten die Behörden mitgeteilt, dass sie davon ausgehen, dass der Mann „auch aus finanziellen Motiven gehandelt“ habe. Auf Nachfrage, ob es hierzu etwas Neues gibt, heißt es seitens der Staatsanwaltschaft: „Zu einem möglichen Motiv können nach derzeitigem Ermittlungsstand keine Angaben gemacht werden.“