Unter dem Putz kommt das Fachwerk hervor. Foto: Heiko Hofmann

Und plötzlich gibt es da Gerüchte: Verkauft die Stadt Nagold den Seniorentreff Mohren? Das Gebäude wird derzeit jedenfalls stark aufgehübscht. Was steckt dahinter?

Der Putz ist entfernt, das Fachwerk freigelegt, und das Gebäude im unteren Teil eingerüstet. Das städtische Gebäude in der Ecke Querstraße/Bahnhofstraße, das den Seniorentreff Mohren beheimatet, sorgt derzeit für Gesprächsstoff in der Stadt.

 

Und so sah sich auch Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses gedrängt, unter dem Punkt Bekanntgaben kurz zu informieren, was es mit der Baustelle eigentlich auf sich hat.

Vor allem aber ging es dem OB darum, auf ein Gerücht einzugehen, das derzeit in der Stadt kursiert. „Um’s klar zu sagen: Nein, die Stadt Nagold hat nicht vor, den Mohren zu verkaufen!“ Letztlich ist das Gegenteil der Fall: Nagold investiert in das denkmalgeschützte markante Gebäude in der Innenstadt. Und das notgedrungen.

Eine Besonderheit: der freigelegte Steinsockel des Seniorentreffs. Foto: Heiko Hofmann

So berichtete Großmann weiter, dass man den Putz entfernt und das Fachwerk freigelegt habe, bis auf den Sockel runter. „Wir hatten dort einen großen Wasserschaden“, so Großmann. Deswegen sei der Putz weggekommen, so dass das Gebäude nun den Winter über „gefriergetrocknet“ werde.

Im nächsten Jahr gelte es dann zu entscheiden, ob man das freigelegte historische Fachwerk erhalte, Ebenso den freigelegten Natursteinsockel. „Der ist nämlich etwas ganz Besonderes. An dem alten denkmalgeschützten Gebäude seien einfache Feldsteine im Sockel verarbeitet worden. „So etwas gibt es in der Stadt sonst nicht zu sehen“, erörterte der OB. Großmann kündigte zudem an, dass das Haus nach der Sanierung dann auch entsprechend illuminiert werden sollte.