Der TSV Trillfingen um Silas Tantur (links) sicherte sich in Haigerloch den Eyachpokal. Foto: Kara

Das Team von Fabian Singer siegt in einem spannenden Finale gegen Weildorf/Bittelbronn.

Die Szenen nach Abpfiff des Finals in der Haigerlocher Witthauhalle ähnelten denen aus dem Vorjahr: Die Spieler des TSV Trillfingen jubelten, sangen und tanzten nach dem erneuten Triumph bei der Indoor-Variante des Eyachpokals. Das Finale gegen die SG Weildorf/Bittelbronn – welches in die Verlängerung ging – war mit einem 4:2 eine packende Angelegenheit.

 

Spielertrainer Fabian Singer, der allerdings nicht im Einsatz war, erklärte gegenüber unserer Redaktion: „Für die Zuschauer war es ein gutes Finale. Wir hatten in der Verlängerung sehr gute Spielzüge drin und haben uns dann mit dem 4:1 einen Puffer erspielt. Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft.“

Starke Torhüter

Nach fast acht Stunden Hallenfußball standen auch die beiden besten Teams des Tages im Finale. Beide hatten in ihrer Spielanlage einige Parallelen. Sowohl die SG als auch der TSV bauten das Spiel sehr ruhig über ihre starken Torhüter auf. Bei Weildorf/Bittelbronn war dies Tobias Herrmann, der sich im Halbfinale auch in die Torschützenliste eintragen konnte. Bei Trillfingen stand zumeist Johannes Wütz im Kasten, der im Vorjahr im Zehnmeterschießen zum Helden wurde.

Außerdem schafften beide Teams viel Tiefe in ihrem Spiel und präferierten das Anspiel auf die Wandstürmer Nico Hellstern (SG) sowie David Kleinfeld und Silas Tantur beim TSV.

Doppelpack von Thomas Stehle

Nach guten Trillfinger Chancen zu Beginn ging Weildorf/Bittelbronn durch Stjepan Drmac in Führung. Diese währte aber nicht all zu lange, denn Thomas Stehle brachte den Titelverteidiger zurück ins Spiel. In der Folge ging es hin und her – beide Teams kamen zu Chancen, scheiterten aber immer wieder an den starken Torhütern. Trillfingen erwischte dann einen überragenden Start in die fünfminütige Verlängerung: Nach cleverer Ablage von Tantur traf erneut Stehle zum 2:1.

Tantur selbst traf dann beim 3:1 ins verwaiste Tor, ehe Kleinfeld sogar das 4:1 markierte. In einer hitzigen Schlussphase mit Zeitstrafen auf beiden Seiten verkürzte Hellstern noch auf 2:4, am TSV-Triumph änderte dies aber nichts mehr.

Gruol/Erlaheim kommt unter die Räder

Recht klar waren die beiden Halbfinals: Trillfingen fertigte die SGM Gruol/Erlaheim mit 7:1 ab. Die offensive Spielweise der SGM und Torhüter Pascal Eith wurde von Trillfingen mehrmals bestraft. Kleinfeld und Fabian Wütz schnürten einen Doppelpack, außerdem trafen Marc Schmid, Fabian Heller und Luis Seifer sowie Leonard Degen für die SGM.

Hellstern und der angesprochene Herrmann steuerten die beiden Treffer beim 2:0-Sieg der Weildorfer gegen Grün-Weiß Stetten bei. Bittererweise verletzte sich SG-Spieler Tulgay Arslan in dieser Partie nach einem Aufprall schwerer und wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert.

Stetten wird Dritter

Die von Joachim Koch trainierten Stettener holten sich dann im Zehnmeterschießen den 3. Platz. Vier Treffer bei vier Versuchen bedeuteten einen 4:2-Erfolg gegen Sommersieger Gruol/Erlaheim.