Ein Flugzeug wirft westlich von Clarkston im US-Bundesstaat Michigan Feuerschutzmittel auf das westliche Ende des Asotin Complex Fire ab. Foto: Pete Caster/The Lewiston Tribune via AP/dpa

Die Extremhitze der vergangenen Tage im Westen Nordamerikas mit Temperaturen bis knapp 50 Grad wäre einer Studie zufolge ohne den Klimawandel so gut wie unmöglich gewesen.

Washington - Die beispiellose Hitzewelle im Westen der USA und in Kanada wäre einer Studie zufolge ohne den Klimawandel „praktisch unmöglich“ gewesen.

„Es gibt absolut keinen Zweifel, dass der Klimawandel hier eine entscheidende Rolle gespielt hat“, sagt die Klimaforscherin Friederike Otto von der Universität Oxford . Die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung des Planeten habe die Hitzewelle in den USA mindestens 150 Mal wahrscheinlicher gemacht. 

Nur einmal in 1000 Jahre

Für die Studie der Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA) verglichen die Wissenschaftler historische Klima-Beobachtungen mit dem heutigen Wetter. Die in Kanada und den USA gemessenen Werte seien demnach so extrem, dass sie nur einmal alle 1000 Jahre vorkommen dürften.

Bei einer fortschreitenden Erwärmung der Erde um bis zu zwei Grad Celsius, was bei derzeitigen Emissionen innerhalb der nächsten Jahrzehnte der Fall sein würde, könnten solche Hitzewellen alle fünf bis zehn Jahre auftreten und rund ein Grad heißer ausfallen. 

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Rekordtemperatur von 49,6 Grad in Kanada

In der kanadischen Provinz British Columbia wurde im Juni an drei Tagen in Folge ein neuer Tagestemperaturrekord gemessen. Im Dorf Lytton zeigte das Thermometer zwischenzeitlich 49,6 Grad. Das Dorf wurde kurz darauf von einem Waldbrand größtenteils zerstört. 

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Insgesamt lag die Temperatur in der Region im Juni laut dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus 1,2 Grad über dem Durchschnittswert der Jahre 1991 bis 2020. Für Europa war es der zweitwärmste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen, weltweit gemeinsam mit dem Juni 2018 der viertwärmste. Auch in anderen Teilen der Welt herrschten im Juni hohe Temperaturen.

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