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Export in Krisenregionen Protest gegen Rheinmetall: Rüstungskonzern in der Kritik

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Aktivisten von Greenpeace haben ein Plakat mit der Aufschrift "Rheinmetall-Bomben töten im Jemen!" am Veranstaltungshotel der Rheinmetall Hauptversammlung entrollt. Foto: Michael Kappeler Foto: dpa

Berlin - Am Rande der Rheinmetall-Hauptversammlung in Berlin haben Kritiker des Konzerns gegen Rüstungsexporte in Krisenregionen protestiert.

"Rheinmetall-Bomben töten im Jemen", hieß es auf einem Transparent, das die Organisation Greenpeace am Tagungshotel entrollte. Etwa 30 Frauen und Männer protestierten nach Polizeiangaben auch im Saal der Aktionärsversammlung, bis Beamte sie hinausbrachten. Mehrere Organisationen warfen Rheinmetall vor, dass eine italienische Konzerntochter Waffen auf die arabische Halbinsel liefere. Demonstranten forderten: "Rheinmetall entwaffnen".

Für rein deutsche Produkte gilt ein Exportstopp für Saudi-Arabien, das seit Jahren Krieg im Jemen führt. Kritiker sehen Auslandstöchter als "Schlupflöcher", die zu schließen seien. Das Wirtschaftsministerium hatte dies im Januar abgelehnt.

Das Unternehmen kritisierte in einer Stellungnahme, die Hauptversammlung sei gestört worden. "Wir respektieren die Meinung Andersdenkender, bitten aber um Fairness in der Auseinandersetzung und verwahren uns gegen falsche Behauptungen." Welche Äußerungen gemeint sind, ließ das Unternehmen offen.

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG stellt neben Autoteilen Panzer, Munition und Flugabwehrsysteme her. Die weltweit steigende Nachfrage nach Militärgütern ließen den Umsatz der Rüstungssparte 2018 um 6,1 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro steigen, für dieses Jahr ist ein Plus von neun Prozent angepeilt. Für die Aktionäre steigt die Dividende.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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