Zurück zum Narren, wie es in früheren Jahren einmal war: Das Rammeln am Montag in Oberndorf lief anders als gewohnt ab.
Zahlreiche ratlose Gesichter beherrschten am Montagnachmittag die Oberndorfer Oberstadt. Wo sind die Schantle? Warum gibt es keinen Umzug? Das fragten sich unzählige Menschen, die in der Oberstadt das so genannte Rammeln miterleben wollten.
Vielen war wohl entgangen, dass der Elferrat dieses Jahr einen neuen Weg beschreiten wollte. Dabei wollte man keineswegs die Fasnet neu erfinden, sondern ganz einfach das Fest der Schantle noch attraktiver für Narren und Zuschauer gestalten.
Buntes Treiben in den Gassen
Dies gelang dann letztlich auch, obwohl der Schantleumzug dieser Idee zum Opfer fiel. Die warzigen Gesellen kamen nicht mehr zusammen auf dem Schuhmarkt an, sondern zogen von allen Seiten in die Stadt, um nicht erst in Oberndorfs guter Stube, sondern schon in den Straßen und Gassen drum herum mit den Besuchern Fasnet zu feiern.
Alle kamen bei herrlichem Wetter auf ihre Kosten. Kinder und Erwachsene strahlten mit der Sonne um die Wette und sagten brav ihre Narrensprüche auf, die viele extra für dieses Ereignis gelernt hatte. Die Schantle waren nachsichtig, verziehen kleine Fehler und waren mit Orangen und Würsten freigiebig.
Die Stadtkapelle und die Schantlekapelle waren sowohl auf dem Schuhmarkt als auch in der Hauptstraße unterwegs und animierten die Besucher zum Schunkeln.
An allen Ecken und Enden im Städtle war etwas geboten, und der Elferrat freute sich zusammen mit den Schantle, den Musikern und den überaus zahlreichen Besuchern über ein gelungenes Experiment.