Der Furtwanger Gemeinderat und interessierte Bürger tauchen ins Thema ein. Michael Dold erläutert die Sanierung der Ganterhofquellen. Auch in Linach gibt es Neuigkeiten.
Wasser ist – darüber besteht große Einigkeit – ein überaus wichtiges und wertvolles Lebensmittel. Daher sind Pflege bestehender und gegebenenfalls neue Investitionen in eine entsprechende Infrastruktur für jede Kommune von zentraler Bedeutung.
Es geht vor allem um Versorgungssicherheit für die Bürger - gerade in Zeiten des Klimawandels. Auch die Uhrenstadt war hier in der Vergangenheit nicht untätig geblieben.
Davon konnten sich die Mitglieder des Gemeinderats sowie interessierte Bürger bei einer von der Stadtverwaltung organisierten Besichtigungstour dieser Tage überzeugen. Mit Mannschaftwagen der freiwilligen Feuerwehr ging es zunächst über Stock und Stein durch den Wald - hin zum neuen, 2023 errichteten Quellsammelschacht für die zur Trinkwassernutzung erfassten Ganterhofquellen.
Der Geschäftsführer des Wasserversorgers Aquavilla, Michael Dold, nannte Einzelheiten zur umfangreichen Sanierung im Bereich der Ganterhofquellen: Wasser aus insgesamt 16 Quellfassungen werde über acht Quellschächte im neuen Sammelschacht zusammengeführt. Man habe dafür rund zwei Kilometer neue Leitungen verlegt. Früher hätten alle für die Trinkwasserversorgung genutzten Quellen jeweils einzeln kontrolliert werden müssen. Dies sei nun erheblich einfacher. Dolds Fazit zur Sanierung: „Jetzt haben wir hier für etwa zwei Generationen Ruhe.“
Seit rund vier Wochen in Betrieb
Bürgermeister Josef Herdner nannte die Summe von rund 470 000 Euro, die für die Gesamtsanierung der Ganterhofquellen investiert worden sei. Anschließend fuhr die Gemeinderatsexkursion weiter nach Linach zum Hochbehälter auf der Passhöhe, über den, so erläuterte der Bürgermeister, die Stadt Furtwangen den gesamten Ort Linach mit Wasser versorge. Der Hochbehälter sei seit rund vier Wochen in Betrieb. Mit der installierten Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung und der Anbindung über Breitband sei der Ort jetzt „voll angeschlossen“.
Recylingfähiger Eigenbau
Aquavilla-Geschäftsführer Michael Dold bezeichnete den Hochbehälter, der ein Speichervolumen von 70 Kubikmeter habe, nicht ganz ohne Stolz als „eine Art Eigenbau der Aquavilla“. Der Behälter an sich sei komplett recyclingfähig – nicht ganz unwichtig in heutiger Zeit, in der auch ein schonender Umgang mit Ressourcen vonnöten sei.
Die Kosten für die Gesamtmaßnahme bezifferte Josef Herdner mit 890 000 Euro - davon seien 800 000 Euro förderfähig. Die Stadt habe 44 Prozent Förderung über Landesmittel erhalten.