Der frühere Trigema-Chef Wolfgang Grupp spricht mit Jana Kübel. Foto: SWR

Der frühere Trigema-Chef Wolfgang Grupp spricht über sein Leben – und tritt womöglich erneut eine Debatte um Work-Life-Balance los. Es wäre nicht das erste Mal.

Die Kamera läuft im heimischen Wohnzimmer, hier in Burladingen im Zollernalbkreis: Dort sitzt Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp, gibt eines seiner ersten Interviews nach dem Suizidversuch im Juli 2025.

 

Der SWR war zu Gast beim bundesweit bekannten Unternehmer, der nun betont: „All das Geld ist nichts wert, wenn die Menschen einen nicht schätzen.“

Der Unternehmer blickt laut SWR auf ein Leben zurück, das von Pflichtgefühl, Disziplin und Erfolgsdruck geprägt war. Mittlerweile sagt Grupp – und das hat er schon an anderer Stelle wieder und wieder betont: Gebraucht zu werden, Anerkennung zu erfahren, das sei für ihn der wahre Maßstab eines erfüllten Lebens.

Ex-Trigema-Chef Grupp: ein Großvater, zu dem die Enkel gern kommen

„Ich bin älter und damit auch sanfter geworden“, sagt Grupp selbst über sich. Er wünsche sich, ein Großvater zu sein, zu dem die Enkel gerne kommen.

Ein Enkelkind hat er schließlich schon: Seine Tochter Bonita Grupp ist Anfang des Jahres zum ersten Mal Mutter geworden.

Im Interview äußert er sich erneut zum Thema Leistung: „Eine Work-Life-Balance darf es nicht geben. Die Arbeit ist nicht zum Spielen da.“ Da ist er wieder, jener Wolfgang Grupp, der kein Blatt vor den Mund nimmt.

Grupp äußert sich mehrfach zu Leistung und Wohlstand

Mit Aussagen wie dieser machte er schon häufiger von sich reden. 2023 etwa, als er erklärte: „Der, den ich ins Homeoffice schicken könnte, ist unwichtig.“ Oder 2024, als Grupp in Sachen Vier-Tage-Woche wetterte und sich mit seiner Tochter einig war: „Wir können nur eins haben: Wenn wir weniger Leistung bringen, wird der Wohlstand nicht mehr. Es sei denn, wir haben andere Maschinen, die im Prinzip die Leistung bringen und den Menschen ersetzen.“

Der SWR sendet Doku und Interview am Montag, 11. Mai 2026, ab 20:15 Uhr.