Überraschung um Christian Streich: Der langjährige Trainer des SC Freiburg wird bei der Weltmeisterschaft 2026 Experte für den Fernsehsender ZDF.
Seit nunmehr fast zwei Jahren ist Christian Streich aus dem ganz großen Rampenlicht verschwunden. Nachdem er 2024 nach mehr als zwölf Jahren als Trainer des SC Freiburg aufhörte, wurde es ruhiger um den Mann, der beim Breisgauer Bundesligisten eine Ära prägte.
Im Sommer nun kommt Streich zurück auf die ganz große Fußballbühne – zumindest für ein paar Wochen. Denn wie das ZDF am Dienstag mitteilte, wird der 60-Jährige neuer TV-Experte bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko.
Sein Debüt als ZDF-Experte wird Streich dabei direkt zum WM-Start geben. Beim Eröffnungsspiel Mexiko gegen Südafrika werde der Ex-Freiburg-Trainer im ZDF-WM-Studio präsent sein, teilt der Sender mit.
Das sagt Christian Streich zu seinem neuen Job
„Ich freue mich auf diese ganz neue Rolle, und darauf, mich intensiv auf die Aufgabe vorzubereiten. Vor allem freue ich mich auf lebhaften und konstruktiven Austausch mit den anderen Expertinnen und Experten im ZDF‑Studio. Mein Ziel ist es, die Spielideen der einzelnen Teams so zu erklären, dass dies für die Zuschauer verständlich und nachvollziehbar ist“, wird Streich in der Mitteilung zitiert.
Er ergänzt damit das Expertenteam des Senders, das zudem aus den beiden Weltmeistern Per Mertesacker und Christoph Kramer, Trainerin Friederike Kromp und Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer besteht. Streich soll nach dem Eröffnungsspiel weitere Einsätze fürs „Zweite“ haben, unter anderem auch in der K.o.-Phase „an ausgewählten WM-Spieltagen“, so das ZDF.
ZDF freut sich über den Streich-“Transfer“
„Unsere Experten-Riege bietet große fußballerische Kompetenz und bringt zugleich auch unterhaltende Elemente in ihre Spielanalysen ein. Wir freuen uns, diese gute Mischung noch weiterentwickeln zu können: Mit Christian Streich verstärkt ein besonderer Trainertyp unser WM-Team, der für seine klaren Worte bekannt ist. Für unsere Live-Sendungen bedeutet das nicht nur weiteren Kompetenzzuwachs, sondern noch mehr Perspektiven aufs Fußballgeschehen“, freut sich ZDF-Sportchef Yorck Polus über die Verpflichtung Streichs.
Während seiner aktiven Trainerkarriere im Breisgau genoss Streich in Fußballdeutschland hohes Ansehen. Auch, weil er sich immer wieder öffentlich klar zu gesellschaftlichen Themen positionierte. Komplettes Neuland ist sein Job beim ZDF für ihn nicht. Im Februar war er erstmals als TV-Experte für den Pay-TV-Sender „Sky“ im Einsatz.