Der SC Paderborn ist aktuell Tabellenführer der 2. Bundesliga. Dort spielt mit Laurin Curda ein Ex-Spieler der TSG Balingen – wir haben mit ihm gesprochen.
Beim SC Paderborn läuft es im Moment rund, denn die Ostwestfalen gehen nach dem 1:0-Erfolg am Sonntag in Magdeburg als Tabellenführer der 2. Bundesliga in die anstehende Länderspielpause.
Laurin Curda, der von der TSG Balingen zum SCP gewechselt ist, spielt dort aktuell eine wichtige Rolle und sagt zum jüngsten Sieg: „Dadurch, dass die 2. Liga sehr ausgeglichen ist, haben wir schon mit einem harten Spiel gerechnet. Wir kommen auch aus anstrengenden Wochen, unter anderem mit dem DFB-Pokal-Spiel gegen Leverkusen.“
Gegen Magdeburg angeschlagen raus
Dabei wurde Curda zur Pause ausgewechselt, nachdem er kurz vor dem Halbzeitpfiff eine Schulter an den Kiefer bekam. „Ich hab das am Boden schon gemerkt, dass mir etwas schwummrig war, hab aber auch gewusst, dass es bis zur Halbzeit noch weitergeht. Danach ging es dann leider nicht mehr, es geht aber schon wieder besser,“ so Curda.
Trotz zahlreicher Magdeburger Chance holte Paderborn sich die Punkte. Zu dieser Qualität weiß der Rechtsfuß: „Wir sind momentan in einem Flow, müssen aber nach der Länderspielpause wieder eine Schippe drauf legen um wieder konstanter und dominanter im Spiel zu sein.“
An die Bundesliga verschwendet Curda mit der Tabellenführung nach dem 12. Spieltag aber noch keine Gedanken , da die 2. Liga sehr umkämpft ist: „Wir setzten uns noch nicht damit auseinander, wir sind erst beim 12. Spieltag und jedes einzelne Spiel ist wichtig und kann alles ändern. Es kann jeder gegen jeden gewinnen, da es meistens knappe Spiele sind.
Stammspieler in dieser Saison
Doch nicht nur für den SCP läuft es aktuell bestens, auch für Curda persönlich ist diese Spielzeit bisher eine gute. Der rechte Schienenspieler stand in allen zwölf Partien in der Startelf, ist also Stammspieler und erzielte auch schon zwei Tore, gab außerdem zwei Vorlagen. Über diese persönliche Entwicklung freut er sich: „Ich bin sehr zufrieden und hab auch in den letzten beiden Spielzeiten schon relativ gute Einsatzzeiten gehabt. Jetzt bin ich umso glücklicher, dass meine Spielzeit konstanter ist und ich mich in meinem Spiel verbessere.“
In den vergangenen beiden Spielzeiten war noch Lukas Kwasniok (aktuell 1. FC Köln-Trainer) Curda´s Coach in Paderborn, seit dieser Saison ist es Ralf Kettemann. Unter Kwasniok spielte er dabei oft den rechten Innenverteidiger in der Dreierkette, bei Kettemann nun auf der rechten Schiene, wie schon in Balingen. Zu diesen beiden Trainern sagt Curda: „Dadurch dass ich aus der Regionalliga zu Lukas kam, habe ich sehr viel auf dem Niveau gelernt und auch viel taktische Inhalte mitbekommen. Lukas ist akribisch und taktisch versiert, und er kann viel aus Mannschaften herausholen, was man auch aktuell sieht. Bei ’Kette’ ist mein Selbstvertrauen jetzt aktuell noch höher. Er hat einen sehr guten Austausch mit uns und will das Maximale aus uns herausholen und herauskitzeln, was als Spieler auch gut tut.“
Vor seinem Wechsel nach Paderborn spielte der gebürtige Ludwigsburger wie angesprochen für die TSG Balingen, den SV Sandhausen und in der Hoffenheimer Reserve, also eher Teams mit einem ruhigeren Umfeld. Dazu sagt Curda: „Es hat sich immer irgendwie ergeben, dass ich eher bei ruhigeren Vereinen bin. Bei anderen Zweitligisten hätte man sicherlich mehr Druck, aber hier kann man ruhig arbeiten, dass ist die Stärke hier und mit Balingen hab ich in der Regionalliga auch so einen Verein getroffen, was mir persönlich auch gut tat.“
Er verfolgt auch die Entwicklung der TSG noch: „Ich sehe die Ergebnisse ganz oft, teilweise schaue ich die Spiele dann auch noch an.“ Und wer weiß, wenn die rasante Entwicklung von Curda und seinen Teamkollegen so weitergeht, sieht man ihn vielleicht bald schon in der Bundesliga.