Vor knapp drei Wochen hat es in der verlassenen Kurklinik in Bad Rippoldsau gebrannt. Die Polizei ermittelte. Der Verdacht: Brandstiftung. Nun gibt es neue Entwicklungen in dem Fall.
Im kleinen Bad Rippoldsau überschlugen sich vor rund drei Wochen die Ereignisse. Erst nahm die Polizei vier mutmaßliche Kupferdiebe fest, die sich in der seit Jahren leerstehenden ehemaligen Kurklinik zu schaffen gemacht hatten.
Einen Tag später klickten auf dem Gelände erneut die Handschellen. Ein weiterer mutmaßlicher Kupferdieb wurde festgenommen. Seine Komplizen konnten entkommen, obwohl die Polizei bei der Suche nach den Verdächtigen sogar einen Hubschrauber einsetzte.
Nur einige Stunden später brannte es dann nachts in der ehemaligen Kurklinik. Die Rauchentwicklung war dabei so stark, dass die Bevölkerung per Warnmeldung aufgerufen wurde, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Polizei ermittelte wegen des Verdachts der Brandstiftung.
Polizei prüfte möglichen Zusammenhang
Durch die zeitliche Nähe der Ereignisse stand schnell die Frage im Raum: Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Kupferdiebstählen und dem Feuer? Nach eigenen Angaben überprüfte auch die Polizei mögliche Verbindungen zwischen beiden Fällen.
Doch wie sich nun herausstellt, hat sich der Verdacht offenbar nicht erhärtet. „Zusammenhänge zu den Kupferdiebstählen sind nicht zu erkennen“, schreibt ein Sprecher der Polizei auf Anfrage unserer Redaktion.
Doch nicht nur das: Denn mittlerweile stehen die Chancen eher schlecht, dass der Fall noch gelöst wird. „Täterermittlungen für eine fahrlässige oder auch vorsätzliche Brandstiftung haben aufgrund der Spurenlage keine Aussicht auf Erfolg“, schreibt der Sprecher. Daher werde der Fall nun als „Sachverhalt gegen Unbekannt“ der Staatsanwaltschaft vorgelegt.