Der Sturm hat im Landkreis nur geringfügige Schäden angerichtet. (Symbolbild) Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild

Aufatmen im Kreis Freudenstadt: Die Ausläufer des Hurrikans Kirk haben am frühen Donnerstagmorgen nur vereinzelt für Schäden gesorgt. Verletzt wurde niemand. Teilweise mussten aber Bäume von Straßen und Schienen geräumt werden.

Der Bahnverkehr rollt wieder, nachdem am frühen Donnerstagmorgen zwischen Freudenstadt und Schopfloch ein Baum aufs Gleis gefallen war. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn berichtet, wurde durch den umstürzenden Baum die Oberleitung nicht in größerem Maße beschädigt. Nachdem der Baum entfernt worden war, konnte die Strecke somit ab 7 Uhr wieder freigegeben werden.

 

Während es bis dahin zumindest auf der Gäubahn zu einzelnen Zugausfällen kam, wurde der Schienenverkehr auf der Murgtalbahn durch den Sturm nicht beeinträchtigt, wie ein Sprecher der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) auf Anfrage unserer Redaktion berichtet.

Auch auf den Straßen im Landkreis Freudenstadt gab es vereinzelt Probleme. Wie Polizei und Landratsamt übereinstimmend berichten, waren am frühen Morgen mehrere Straßen durch umgekippte Bäume blockiert, die allerdings von den Feuerwehren schnell beseitigt wurden.

Baum auf der Fahrbahn

So fiel zum Beispiel zwischen Dornstetten und Aach gegen 2.40 Uhr ein Baum auf die Fahrbahn. Um 3 Uhr war laut Polizei die Feuerwehr bereits vor Ort, um die Straße zu räumen. Auch nahe dem Baiersbronner Teilort Röt kippte ein Baum gegen 3.40 Uhr auf die B 462. Die Feuerwehr traf bereits gegen 4 Uhr am Einsatzort ein.

Wie der Baiersbronner Feuerwehrkommandant Martin Frey berichtet, war durch den 20 Zentimeter dicken Baum die Straße blockiert. Die Feuerwehrleute der Abteilung Klosterreichenbach zerteilten den Stamm und räumten dann die einzelnen Teile von der Straße.

Gegen 5.30 Uhr musste die Feuerwehr Baiersbronn dann in die Reichenbacher Straße ausrücken. Dort hatte es laut Frey ein Partyzelt auf das Dach eines Wohnhauses geweht. Dabei wurde die Photovoltaikanlage auf dem Dach beschädigt. Gleichzeitig drohte das Zelt auf ein geparktes Auto zu stürzen. Mit der Drehleiter entfernten die Feuerwehrleute das Zelt vom Dach.

Zu größeren Schäden kam es durch den Sturm im Landkreis allerdings nicht, wie die Polizei erklärt. Auch habe es keine Verletzten gegeben. Gute Nachrichten gibt es auch mit Blick auf die Kommunal- und Privatwälder. Noch habe das Kreisforstamt zwar keinen kompletten Überblick, berichtet eine Sprecherin des Landkreises, aber: „Größere Sturmschäden sind nicht gemeldet worden.“