Martin Braun nimmt viele schöne Erinnerungen aus seiner Zeit in Balingen mit. Foto: Kara

Im Gespräch mit unserer Redaktion spricht Martin Braun über die Entscheidung des Vereins und bilanziert seine Jahre bei der TSG Balingen.

Mehrere Jahrzehnte ist Martin Braun bereits im Fußball aktiv, er kennt das „Geschäft“ daher ganz genau. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagt er daher angesprochen auf die Entscheidung der TSG, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden: „Es war keine Überraschung und auch keine große Enttäuschung für mich. Ich weiß, wie es im Fußball läuft. Nur wenige Vereine haben da andere Prozesse bei Entscheidungen.“

 

Schöne Zeit

Die über vier Jahre in der Kreisstadt beschreibt er als „super Zeit mit Erfolgen, die man so nicht voraus sehen konnte“. „Ich werde gerne zurück denken. Dass eine Phase kommen kann, in der es weniger läuft, ist ein normaler Prozess. Das beeinflusst meine Wahrnehmung auch nicht“, so Braun.

Der 54-Jährige lässt durchklingen, dass manche Spieler sich in den vergangenen Wochen eine offensivere Spielweise und ein anderes System gewünscht hätten. „Bei einem Gegentorschnitt von über zwei wäre eine offensivere Spielweise aus meiner Sicht eher kontraproduktiv gewesen. Ich habe mich da schon etwas gewundert. Das, was vorgetragen wurde, war aus meiner Sicht nicht so fundiert, dass es uns geholfen hätte“, erläutert Braun seine Sicht der Dinge. Mit 29 selber erzielten Treffern liegt die TSG in dieser Statistik in der oberen Tabellenhälfte. „Die fußballerische Entwicklung war insgesamt sehr gut. Wir waren gegen jeden Gegner in der Lage eigene Akzente zu setzen“, stellt Braun fest.

Abgänge schwer zu ersetzen

Als einen der Gründe für die defensive Anfälligkeit sieht er die Abgänge von Laurin Curda und Jonas Fritschi im Sommer. „Beide waren defensiv sehr stark. Wir hatten keinen Neuzugang um dies aufzufangen. Wenn dann Teile der Mannschaft denken, dass man offensiver agieren könnte, sind das zwei Elemente die für diese Probleme sorgen“, sagt Braun abschließend.