Der Ex-Balinger Jan Ferdinand stürmt nun in Straßberg. Foto: Kara

Der Ex-Balinger Jan Ferdinand geht ab sofort für den TSV Straßberg auf Torejagd – und schnürt bei seinem Debüt direkt einen Viererpack.

Der TSV Straßberg ging am Donnerstagabend auf dem Papier als Favorit in das Bezirksliga-Duell mit dem SV Kolbingen. Dass die Partie jedoch mit einem 7:0-Kantersieg für den Absteiger endet, war vor Anpfiff nicht unbedingt zu erwarten gewesen – und hatte viel mit einer überraschenden Personalie zu tun. Denn in der Startelf des Teams von Cheftrainer Marc-Philipp Kleiner war ein Name zu finden, der Fußballfans in der Region ein Begriff sein dürfte: Jan Ferdinand.

 

49 Tore in der Regionalliga

Der 28-jährige Stürmer stand in der vergangenen Saison noch 31-mal in Oberliga und Verbandspokal für die TSG Balingen auf dem Rasen. In 215 Regionalliga-Partien für die Eyachstädter, die SG Sonnenhof Großaspach sowie die Reserven der Bundesligisten aus Stuttgart und Hoffenheim erzielte der 1,91-Meter-Mann immerhin 49 Tore. Und nun steht er plötzlich im Dress des TSV Straßberg in der Bezirksliga auf dem Platz – und führt sein neues Team mit einem Viererpack zum Kantersieg.

„Wenn es machbar ist“

„Jan bringt nicht nur außergewöhnliche fußballerische Qualitäten mit, sondern auch eine beeindruckende Laufbahn, die unser Team sportlich wie menschlich bereichern wird“, freut sich Kleiner über den hochkarätigen Neuankömmling. Darüber, in welchem Umfang der 28-Jährige die Straßberger auf dem Feld unterstützen wird, hält sich Kleiner noch etwas bedeckt und verrät nur: „Er wird uns helfen, wenn es zeitlich für ihn machbar ist.“ Ferdinand selbst wollte sich auf Anfrage gar nicht zu diesem Schritt äußern.

Ein Friseur und Gespräche in der Mittagspause

Doch wie kam es dazu, dass Ferdinand nun ausgerechnet beim TSV seine Zelte aufschlägt? Schließlich schien eine Fortsetzung seiner Karriere nach dem Abgang von der TSG Balingen in diesem Sommer nicht geplant gewesen zu sein. „Durch seine langjährige Verbindung zu Michael Heusel (bekannt als ,Michael Dr Frisör’, Anm. d. Red.) hat Jan schon länger eine Bindung nach Straßberg aufgebaut“, erzählt Kleiner. Außerdem kreuzen sich die Wege des Trainers und des neuen Stürmers beruflich: „Wir haben denselben Arbeitgeber. Was einst mit geschäftlichen Gesprächen begann, entwickelte sich schnell zu einem regen Austausch über Fußball – oft in der Mittagspause und immer auf Augenhöhe. Die Chemie hat von Anfang an gestimmt“, so Kleiner über den gebürtigen Albstädter Ferdinand. Der Coach ergänzt lachend: „Dass er nun in Straßberg ist, freut mich riesig!“