Das lange Warten auf die Lange Tafel von Villingen-Schwenningen schien zur echten Geduldsprobe und nicht enden wollenden Geschichte zu werden. Gibt es jetzt doch ein Ende – und dann sogar noch ein Gutes?
Die Doppelstädter dürfen offenbar wieder hoffen.
Auch wenn es in den vergangenen Tagen absolut nicht danach aussah.
Eine schier unendliche Geschichte
So einfach, so genial: Ein Picknick im XXL-Format war es, die im Jubiläumsjahr 2017 zum eindeutigen Publikumsliebling geworden ist. 600 Tische zwischen Villingen und Schwenningen – das war ein besonderes Band. Mit Picknick-Körben und -Decken, allerlei Leckerem und bestens gelaunt strömten rund 5000 Bürger aus beiden Seiten ins Herz der Doppelstadt und feierten.
50 Jahre Villingen-Schwenningen im Jahr 2022 schienen der optimale Anlass für eine Wiederholung zu sein – doch das Wetter spielte nicht mit – 2023 dann war der Organisationsaufwand zu hoch, und als alle Hoffnung auf 2024 ruhte, da kam die für viele niederschmetternde Nachricht: Auch jetzt sollte es nichts werden mit der Langen Tafel – neben des enormen Aufwands war die Fußball-Europameisterschaft ein Hemmnis. „VS will 2024 keine Lange Tafel“ lautete die für viele niederschmetternde Botschaft der vergangenen Tage. 2026 sollte ins Auge gefasst werden.
Doppelstädter sind nicht einverstanden
Doch wohin man danach – und auch schon während der Fasnet – hörte: Die Doppelstädter waren damit nicht einverstanden. Für diesen Mittwoch nun war in der Sitzung des Verwaltungs- und Kulturausschusses die endgültige Absage für 2024 erwartet worden. Doch jetzt scheint es, als könnte doch noch alles anders kommen.
OB schildert die Kehrtwende
„Ich werde den Tagesordnungspunkt morgen offiziell absetzen“, bestätigte Oberbürgermeister Jürgen Roth am späten Dienstagabend Informationen unserer Redaktion, wonach die Lange Tafel für 2024 nun doch noch stattfinden könnte.
Beim Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden am Freitag sei die Veranstaltung ein heißes Thema gewesen, lässt Jürgen Roth durchblicken – „alle waren der Meinung, man sollte das hinbekommen“. In der Folge habe er auch von WIR-Geschäftsführer Matthis Jendryschik die Information erhalten, dass das möglich sei. „Bänke und Bier, das haben wir schon mal hinbekommen“, sagte ein fröhlich klingender Jürgen Roth am Dienstagabend, stellt jedoch gleichzeitig auch klar: Noch sei Vieles im Unklaren und es gelte, viele Details zu klären.
Was jetzt zum Tafel-Glücknoch fehlt
„Wir müssen jetzt noch mal eine zweite Runde drehen“, stellt er klar und betont, dass die Lange Tafel in VS nur als Gemeinschaftswerk Wirklichkeit werden kann: „Ich brauche die Vereine, ich brauche die Serviceclubs“ – daran entscheide sich letztlich, ob Villingen-Schwenningen 2024 wieder – mittendrin – zu Tisch bitten und er Traum vom XXL-Picknick ein weiteres Mal wahr werden kann. Daumendrücken ist nun offenbar für die Fans der Langen Tafel angesagt.