Es ist der Abschied vom legendären Fasnet- und Narrostüble im alten Mesnerhaus der evangelischen Stadtgemeinde Villingen. Doch es gibt etwas Neues.
Seit 15 Jahren lädt ein engagiertes Team aus der evangelischen Stadtgemeinde ins gut besuchte Stüble für Gäste der Villinger Fasnet und ins Narrostüble für die Hästräger der Historischen Narrozunft ein.
Die Kirchenälteste Antje Werner-Steidle, die schon seit 1999 ein Narrostüble in der Stadt anbot, begeisterte ihr Umfeld in der Johannesgemeinde für ein Doppelstüble auf den beiden Etagen des Alten Mesnerhauses in der Gerberstraße 13 in Villingen.
Stadtbekannt wurden die Stüble für leckere selbst gemachte Speisen, gute Stimmung und dem herzlichen Willkommen der Gäste. So konnten auch Berührungsängste evangelischer Christen gegenüber der Fastnacht abgebaut und die Freude an der Villinger Fasnet geweckt werden, blickt die Kirchengemeinde zurück.
Gewirtet wurde auf Spendenbasis. Mit dem Erlös konnten mit einer beträchtlichen Summe soziale Projekte unterstützt werden. Ermöglicht wurde das Stüble Dank einer großen Schar ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer.
Ära endet
Nun endet diese Ära 2026 mit einer spontanen Outdooralternative an der Johanneskirche – soweit das Wetter es zulässt. „Grund dafür sind verdeutlichte Sicherheitsregeln in Zusammenhang mit der neuen Landesgaststättenverordnung, doch auch Vorfälle wie in Crans-Montana und dem Brand im Sommer 2025 in der Gerberstraße“, teilt die evangelische Kirchengemeinde mit.
Etliche Auflagen
Nach Beratung mit kompetenten Stellen und Personen wäre es zwar möglich gewesen weiterhin ein Stüble zu betreiben, doch mit etlichen Auflagen und Einschränkungen, die das fastnachtliche Treiben doch sehr beeinträchtigt hätten, heißt es weiter.
So habe sich das Team aus Verantwortung gegenüber den Gästen dazu durchgerungen, sich vom Stüblebetrieb in der Gerberstraße 13 zu verabschieden. „Mit großem Bedauern und der Hoffnung, dass viele Gäste diese Entscheidung nachvollziehen und verstehen können“, schreibe die Kirchengemeinde. „Das Team bedankt sich bei allen Besuchern und den engagierten Helferinnen und Helfern“, heißt es abschließend.
Das neue Angebot
Und hier sind die Informationen für das Outdoor-Fasnetstüble vor der Johanneskirche. Es hat geöffnet am Schmotziger Dunnschtig, 14.30 bis 17.30 Uhr, am Fasnetmendig, 9.30 bis 17.30 Uhr und Fasnetzieschdig, 14.30 bis 17. 30 Uhr. Es gibt ein kleines Speiseangebot.
Das Outdoor-Narrostüble „Zum durschtige Narro“ gibt es hinter der Johanneskirche. Es hat am Fasnetmendig von 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Es gibt ein kleines Speiseangebot und die Möglichkeit zum Ablegen und separater Toilette.