Zahlreiche Rettungskräfte wurden am Montag gegen 16.15 Uhr nach Pfalzgrafenweiler in das dortige Schwimmbad alarmiert.
Gemeldet worden war ein Chlorgasaustritt in einem Technikraum. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war das Hallenbad bereits geräumt, es befanden sich keine Personen mehr im Gebäude. 30 Personen im Freibad wurden bereits in einen nicht betroffenen und sicheren Bereich geführt, wie die Feuerwehr Waldachtal in einer Pressemitteilung schreibt.
Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Pfalzgrafenweiler, ausgerüstet mit leichten Chemikalien-Schutzanzügen, ging in den Technikraum vor und schloss vorsichtshalber alle Behältnisse der Anlage. Nach dem Eintreffen des Gefahrgutzuges, bestehend aus den Feuerwehren Horb am Neckar und Freudenstadt, konnte ein sogenannter Dekon-Platz aufgebaut werden.
Ein Trupp unter Chemikalien-Schutzanzügen kontrollierte den betroffenen Bereich im Hallenbad nochmals. Die interne Berieselungsanlage hat die zunächst hohen Werte an Chlorgas bereits niedergeschlagen. Es wurden durch den Trupp des Gefahrgutzugs leicht erhöhte Werte gemessen. Die abschließenden Maßnahmen beliefen sich daher noch auf die Belüftung des Gebäudes sowie den Rückbau der Einsatzstelle.
Rettungsdienst behandelt eine Person
Eine betroffene Person musste aufgrund gesundheitlicher Probleme dem Rettungsdienst vorgestellt werden. Nach einer ambulanten Behandlung musste die Person keinem Krankenhaus zugeführt werden. Weitere Verletzte oder Betroffene gab es nicht.
Der Einsatz wurde von Kommandant Mike Burkhardt von der Feuerwehr Pfalzgrafenweiler geleitet. Unterstützt wurde er durch die Führungsgruppen Pfalzgrafenweiler und Waldachtal. Der Gefahrgutzug des Landkreises Freudenstadt war mit Einheiten der Feuerwehren Horb am Neckar und Freudenstadt an der Einsatzstelle.
15 Fahrzeuge mit 90 Feuerwehrleuten
In Summe waren innerhalb kurzer Zeit 15 Fahrzeuge mit 90 Feuerwehrangehörigen vor Ort. Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen sowie dem organisatorischen Leiter Rettungsdienst vor Ort. Die Polizei unterstützte den Einsatz mit einem Streifenwagen. Bürgermeister Dieter Bischoff machte sich vor Ort ein Bild der Lage.