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Eutingen Zwischen Tradition und Sicherheit abwägen

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Viele Besucher an den Tischen, das wird aufgrund von Corona dieses Jahr bei der Rohrdorfer Hocketse nichts.Archivfoto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

E ut ingen-Rohrdorf . Die Corona-Pandemie birgt auch für die Sportfreunde Rohrdorf einige Herausforderungen, besonders in Bezug auf die jährlich stattfindende Traditions-Hocketse von Rohrdorf. Diese sollte sie eigentlich am Samstag, 12. September, stattfinden, doch Corona ermöglicht die Umsetzung im Traditions-Monat September nicht. Aktuell planen daher die Organisatoren auch Alternativen, wie einen Ausweichtermin im November oder eine Mitnahmemöglichkeit.

"Als Verein hat für uns die Gesundheit unserer Gäste, sowie der Mitglieder und dem Helferteam, Priorität vor Tradition und Vereinsfinanzen. Zudem soll es für alle eine gesellige Veranstaltung sein was mit den Regeln und eventuellen Vorbehalten eher schwer zu erreichen wäre", erklärt Manfred Feldbinder, Vorsitzender der Sportfreunde Rohrdorf. Daher werde alles durchgespielt. Alternativ wird die Durchführung einer "Schlachtplatte to go" als Ersatzmöglichkeit geprüft wie es in der Region bei ähnlichen Veranstaltungen zum Teil gehandhabt wird. Doch sicher ist die Variante nicht.

Die Sportfreunde wollen nicht mit Veranstaltungen anderer Vereine, wie Hauptvers ammlungen und anderen Terminen, kollidieren. Daher werde aktuell eine Umsetzung im November geplant. Der Monat sei eine Alternative und der letzte Termin für eine Hocketse mit Schlachtplatte, danach würde das schwäbische Kultessen aus eigener Schlachtung nicht mehr in Frage kommen. Auch müssen die Sportfreunde Rohrdorf die Helfer zusammenbekommen.

Die Hocketse wollen die Sportfreunde nicht ausfallen lassen, weil sie seit mehr als 40 Jahren zur Tradition im Ort gehört. Zudem sei sie neben der Fasnet und sportlichen Terminen eine der Großveranstaltungen im Ort. "Jung und Alt begegnen sich. Man sieht Rohrdorfer, die man sonst nicht sieht. Es wäre schade, wenn sie ausfällt", betont Feldbinder. Auch wenn die Hocketse die wichtigste Vereinsveranstaltung zur Finanzierung der Vereins- und Jugendarbeit ist, könnte bei steigendem Corona-Risiko auch eine Absage durch den Verein erfolgen. Sehr ungern würde man das große Fest, das für viele eine Bereicherung des Ortsgeschehens ist, komplett absagen, so der Vorsitzende.

Der Aufwand für die Hocketse sei groß. Wochenlang bereiten die Sportfreunde die Veranst altung vor, denn sie bieten Schlachtplatte und Würste aus eigener Schlachtung an. Daher ist das Schlachtteam ein ganzes Wochenende voll ausgelastet. Früh morgens geht es los und aufgrund des Festbetriebs ist erst spät in der Nacht Feierabend angesagt. Das Rohrdorfer Schlachthaus wird dann drei Tage lang in Beschlag genommen. "Nur so können wir die Spitzenqualität aus eigener Herstellung anbieten", erklärt Feldbinder. Seit Jahrzehnten würden Hausrezepte verwirklicht und das mache die Rohrdorfer Schlachtplatte auch so einmalig. Die Zusammenarbeit mit einem Metzger aus der Nachbarschaft, der im Rohrdorfer Schlachthaus das Schwein frisch schlachte, sei ein weiterer Garant für eine gute Qualität.

Dazu komme noch ein eingespieltes Team, das schon jahrelang zusammen schaffe. Auch ältere Rohrdorfer geben schon viele Jahre ihre Erfahrungen weiter. Das alles wollen die Sportfreunde Rohrdorf weiter fördern, wenn auch Corona aktuell alles erschwere. Denn im Rohrdorfer Schlachthaus können die Mitwirkenden aktuell aufgrund der Mindestabstandsregelung nur unter großen Herausforderungen das Essen zubereiten. "Daher erhoffen wir uns auch im Falle einer ›To-Go-Durchführung‹ eine hohe Nachfrage und Unterstützung der Anstrengungen um die Rohrdorfer Spezialität anbieten zu können, um die Tradition zumindest zum Teil aufrecht zu erhalten", erklärt Feldbinder.

Geplant werde die Hocketse nur im Freien. Bei den abendlichen Temperaturen und Wetterschwankungen wäre es jedoch schwierig. "Bei so einer Veranstaltung spielt das Gesellige eine große Rolle, aber das geht aktuell nicht", weiß Feldbinder. Für November sehe er jedoch auch einige Herausforderungen. Aktuell würden zahlreiche Urlauber nach Hause kehren. Die Corona-Zahlen steigen wieder. Nun komme die kalte Jahreszeit, in der die Zahlen erneut steigen könnten. Wie es dann mit der Rohrdorfer Hocketse oder Schlachtplatte "to go" aussehe, könne aktuell keiner absehen.

Eine echte Herausforderung, zwischen Tradition und Ortsgeschehen sowie Sicherheit abzuwägen. Eine schwierige Zeit für so manchen Verein. Für die Sportfreunde Rohrdorf heißt es daher aktuell, abwarten und in jede Richtung planen.

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