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Eutingen Vater-Sohn-Gespann baut Poolheizung

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Jonas und Sonja Birlinger freuen sich sehr über ihre eigene Poolheizung entlang der Hecke, denn so liegt die Wassertemperatur an manchen Tagen bei bis zu 28 Grad. Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

Eigene handwerkliche Erfahrungen zu sammeln, zu schweißen und zu flexen, das durfte nun Jonas Birlinger aus Eutingen. Zusammen mit seinem Papa Tobias hat der Zwölfjährige eine Poolheizung gebaut.

Eu tingen . Als die Kinder Sonja und Jonas noch kleiner waren, hatten die Birlingers bereits Pools. Doch die Kunststofflösung mit dem aufblasbaren Rand überzeugte sie nicht. Aufgrund der Umwelteinflüsse gingen die Pools schnell kaputt. Daher entschied sich die vierköpfige Familie im vergangenen Jahr für eine 1,20 Meter tiefe Stahlwand-Lösung. Vor der Corona-Zeit hätten die Kinder ihre Hobbys ausgeübt, weshalb der Besuch des Freibads immer schwierig gewesen sei. "So können sie in den Pool rein, während ich das Essen zubereite. Dann wird gegessen und danach geht’s wieder in den Pool", freut sich Marion Birlinger, vor allem für die Lösung während der Corona-Pandemie, als alle Schwimmbäder geschlossen hatten.

Weil der Pool oft genutzt wird, optimierte die Familie die Standard-Ausführung. Die Leiter für den Pool war aus Kunststoff, benötigte viel Platz im über drei Meter großen Pool und wies bald schon kleine Haarrisse auf. "Die Kinder springen gern in den Pool und brauchen was stabiles", erklärt Papa Tobias Birlinger, wieso er als Automobilmechaniker Teile eines ehemaligen Gerüsts zu einer Leiter umfunktioniert hat. Damit die Marke Eigenbau nicht rostet, ließ er die Leiter verzinken. Seine beiden Kinder hatten riesige Freude an der neuen und vor allem stabilen Leiter. Doch das Wasser war nach kälteren Tagen immer noch sehr frisch. Daher verbanden die Birlingers ihren Pool mit einer Wärmepumpe. "Die hat aber höchstens ein halbes Grad geschafft und musste die ganze Zeit durchlaufen", erklärt Mama Marion Birlinger zur vorübergehenden Lösung.

Jonas und Tobias Birlinger informierten sich und entdeckten zahlreiche Möglichkeiten, die jedoch nicht wirklich realisierbar waren. "Da wurde ein Rohr in einer Tonne erhitzt, aber Feuer im Garten ist uns zu gefährlich", beschreibt Marion Birlinger die Möglichkeiten. In einem Internet-Forum hatten sie von einem schwarzen Solarschlauch gelesen, der ausgelegt wird und in dem sich die Wassertemperatur erhöht. "Das probieren wir aus", entschied sich Tobias Birlinger für die Alternative, die mit der bisherigen Pumpe gekoppelt werden sollte.

Sein zwölfjähriger Sohn Jonas half bei der Umsetzung der Planung und der Realisierung, weshalb er sich sehr gut auskennt und mit Begeisterung den Eigenbau erklärt. Aus dem Pool führt ein Schlauch zur Umwälzpumpe. An diese wurde der rund 100 Meter lange Solarschlauch gebaut. Dieser schlängelt sich entlang der Hecke und liegt so frei, dass die Sonne drauf scheinen kann. Um die eigene Solarheizung zu befestigen, musste geschweißt und geflext werden. "Ich hab mit Papa die Reste zusammengeschweißt", erzählt Jonas Birlinger ganz stolz, dass er miteingebunden wurde. Von seinen ersten Flex- und Schweißarbeiten unter Aufsicht seines Papas habe er sich ein Andenken mitgenommen: Einen Erinnerungsdraht mit Schweißnaht.

Wichtig ist dem Zwölfjährigen auch der Umweltaspekt, denn die Rohre wurden nicht mit Standard-Kabelbinder befestigt. "Die Kabelbinder sind später wiederverwendbar", berichtet der Schüler, der während der Corona-Pandemie fürs Leben wieder einiges gelernt hat. "Ich versuche ihn immer einzubinden, dann kann er viel mitnehmen", sagt Tobias Birlinger, denn Erfahrungen weiter zu geben ist für ihn bereits in jungen Jahren wichtig.

Als der Eigenbau installiert wurde, staunte Jonas Birlinger nicht schlecht, welche Wassermenge in die Schläuche hineinläuft. "Das ist schon einiges an Wasser, ich glaub so 40 bis 50 Liter", schätzt er. Das Wasser erwärmt sich in den Solarschläuchen und wird dann mittels der Pumpe dem Pool zugeführt.

Die neue Pool-Anlage wurde von den Birlingers schon mehrfach getestet und für gut befunden. "Wenn mehrere Tage das Wetter nicht so mitgemacht hat, dann kühlte das Wasser schnell ab. Bis das dann wieder so warm ist, dass man in den Pool möchte, das dauert", erinnert sich Marion Birlinger an die Zeit vor der neuen Pool-Anlage. Wenn nun bereits morgens die Sonne aus dem Osten auf die Schläuche scheine, könne man ab neun Uhr baden. An so manchen Tagen hat das Wasser um die 28 Grad, was Sonja und Jonas gefällt, denn so können sie auch nach regnerischen und kühlen Tagen bald wieder die Zeit im Pool genießen.

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