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Eutingen Unwetter: 20 Keller laufen bei Starkregen voll

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Die Gesamtwehr Eutingen verhinderte größere Schäden beim Unwetter am Dienstag. Foto: Feinler

Eutingen/Gäu - Ausnahmezustand im Gäu: Nach dem Unwetter am Dienstag gingen zahlreiche Anrufe ein und die Gesamtwehr war den ganzen Nachmittag über im Einsatz. Mancherorts hatte es innerhalb der wenigen Minuten 30 bis 35 Liter geregnet.

Der Starkregen mit starken Windböen hatte Schachtdeckel an der B14 aus ihrer Fassung gebracht. Überall floss das Wasser entlang. "Ich konnte mit dem Auto nicht mehr fahren und musste einige Zeit stehen bleiben", erklärt eine Eutingerin, die kurz vor dem Ortseingang aus Richtung Ergenzingen kam und fügt hinzu: "Der Wind peitschte das Wasser regelrecht durch die Gegend."

Diese Beobachtung hatte auch Bürgermeister Armin Jöchle gemacht, der sich gerade zur Mittagspause zuhause in Göttelfingen befand. Vor allem die Bewohner der alten Siedlung in Eutingen kämpften gegen das Wasser an, aber auch in der Haupt- und Schillerstraße liefen die Keller voll.

"Ich bin jetzt über 25 Jahre bei der Feuerwehr, aber so einen massiven Regen hatte ich noch nie erlebt", nimmt Gesamtkommandant Tobias Plaz Bezug auf die 20 vollgelaufenen Keller, die die Gesamtwehr an einem Nachmittag vorfand. "Das Unwetter war keine 15 Minuten rum, da wurden wir schon alarmiert. Immer wieder gingen Alarmierungen ein", weiß er, dass einige Leute den Wasserschaden erst vorfanden, als sie von der Arbeit heimkamen.

Feuerwehr setzt Wassersauger ein

40 Feuerwehrleute aus allen vier Abteilungen waren im Einsatz. Hauptsächlich waren die Gebiete Eutingen und Göttelfingen betroffen. Mit den Wassersaugern wurden die Keller befreit. "Wir sind allerdings keine Trocknungsfirma. In so manchem Keller sah es danach schon verheerend aus", weiß Tobias Plaz.

Auf der B14 Richtung Ergenzingen, in der Nähe der Linde und in der Göttelfinger Straße konnte das Kanalsystem die großen Wassermengen nicht verarbeiten, weshalb Schachtdeckel aus ihrer Fassung sprangen. "Wir könnten diese zuschweißen lassen, aber dann haben wir Probleme beim Öffnen", resümiert Jöchle.

Warum vor allem Häuser in der Alten Siedlung in Eutingen betroffen waren, könne am Kanalsystem aus den 1960er-Jahren liegen. "Für einen so starken Regen ist unser Kanalnetz nicht gebaut worden. Das ist aber nicht nur bei uns in der Gemeinde so", erklärt der Bürgermeister. Auch der Boden sei aufgrund der tagelangen Extremhitze so stark ausgetrocknet, dass er das Wasser nicht aufnehmen konnte. Dieses drang daher über die Grundstücke in einige Keller. An den älteren Häusern muss daher eine Rückstauklappe im Syphon nachgerüstet werden, um volllaufende Keller zu vermeiden.

Wie das Wasser in den Keller des Rathauses kam, sei aktuell noch nicht geklärt, denn es handle sich um sauberes Wasser. Auch im Pfarrhaus stand das Wasser bis in die Büroräume hinein. Von weiteren öffentlichen Gebäuden ist bisher keine Schadensmeldung bekannt, berichtet Jöchle. Die Baustelle beim zukünftigen Vollsortimenter wurde ausgeschwemmt. Frisch geschotterte Flächen verschoben sich, was vor allem im Bereich Mörikeweg in Eutingen erkennbar war.

Größere Schäden bleiben aus

Aufgrund der starken Tagesbereitschaft der Gesamtwehr Eutingen konnten größere Schäden vermieden werden. "Wir haben einen Tag vorher noch drei Stunden lang das Feuerwehr-Budget besprochen, denn der Plan von 2011 ist nicht mehr zeitgemäß", erklärt der Bürgermeister, dass nur einen Tag später so ein Unwetter zeigen würde, dass eine gut ausgerüstete Feuerwehr vor Ort wichtig sei.

So ein starkes Unwetter sei für ihn allerdings keine Seltenheit, denn er könne sich noch gut an einen Tag in den 1990er-Jahren erinnern. Im "Postfrachtzentrum" hatten die Regen- und späteren Hagelmassen sogar eine Wand zum Einstürzen gebracht. Als der Rohrdorfer Sportplatz gebaut wurde, hatte es lokal 50 Liter auf den Quadratmeter geregnet, weshalb der ganze Schotter auf die Kreisstraße geschwemmt wurde. Beim vergangenen Unwetter seien die Bürger vor größeren Schäden verschont geblieben, zumal der blattgedrückte Mais zwischen Göttelfingen und Eutingen sich noch erholen könnte.

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