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Eutingen Trinkwasserzugang für 250 Schulkinder

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Die Kinder von St. Joseph Mityebiri genießen die neue Wasserquelle bei ihrer Schule, die ihnen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht. Fotos: Wamala Foto: Schwarzwälder Bote

Seinen Dank spricht Pfarrer Gerald Wamala allen Spendern der Sternsinger-Aktion in der Seelsorgeeinheit Eutingen aus, denn das Geld kommt einigen Projekten zugute. Zudem dankt er allen Spendern, die bei seiner Urlaubsvertretung in der Seelsorgeeinheit Eutingen ihm immer wieder Geld- und Sachspenden mitgeben.

Eutingen. "Wir haben mit dem Bau der Kirche begonnen und die Fotos zeigen, wie weit das Projekt  ist", schreibt der Pfarrer aus seiner Heimat Uganda. Der Brunnenbau für die Sankt-Joseph-Mityebiri-Grundschule konnte gegraben werden. Bisher mussten die Kinder etwa sechs Kilometer weit laufen, um Wasser zu holen. Dadurch hat so mancher seinen Unterricht in der Schule verpasst, weshalb der Brunnen dringend nötig wurde. Der Brunnen befindet sich nun direkt auf dem Gelände der Schule und so können die Kinder jederzeit auf Wasser zugreifen. Pfarrer Wamala schreibt: "Wasser ist Leben."

Der Brunnen wird von rund 250 Kindern genutzt, die täglich zur Schule und der nahe gelegenen Gemeinde kommen.

Rund 11 502 Euro wurden bei der Sternsinger-Aktion in der Seelsorgeeinheit Eutingen gesammelt, die an zehn Brunnenbauprojekte in der Diözese Luweero in Uganda gehen. "In aufeinanderfolgenden Phasen werden schrittweise an je zehn Grundschulen der Diözese Brunnen gebaut, von denen auch die umliegenden Haushalte profitieren werden. So erhalten die Mädchen und Jungen auch nach Schulschluss sauberes Trinkwasser", hieß es in der Projektbeschreibung. Zudem sollen ein Brunnenbeauftragter und ein siebenköpfiges Wasser-Management-Komitee ernannt werden, die sich um die Wartung kümmern und Reparaturen vornehmen. Um den Brunnen instand halten zu können, beteiligen sich umliegende Haushalte mit 0,50 Euro pro Monat, für die Brunnen-Nutzung.

Außerdem sollen die Schüler, Lehrer und Bewohner des Gebiets in Sachen Wasser-Management geschult werden, indem sie lernen, wie man richtig Hände wäscht und wie unsauberes Wasser zu Krankheiten führen kann. Dies soll auch in Schüler von der Sankt-Joseph-Mityebiri-Grundschule vermittelt werden.

Zudem gründete Pfarrer Wamala die  Bamunanika Fußballakademie für Kinder im Alter von sechs bis 24 Jahren. "Ich habe die Fußbälle ausgegeben, die mir aus Weitingen und Eutingen mitgegeben wurden. Ich arbeite mit einem jungen Mann zusammen, der sich sehr für Fußball begeistert. An der Akademie haben sich bisher 51 Kinder beteiligt", erklärt der Pfarrer und fügt hinzu: "Nach den Fußballstunden sprechen wir mit den Kindern über die Lebenskompetenzen, die Bedeutung von Bildung, Führung und die Liebe Gottes, den Respekt für andere und die Hilfsbereitschaft innerhalb der Gemeinde."

Am Herzen liegt dem Pfarrer auch der Bau der Kirche in Magogo. Die Arbeiten hatten bereits begonnen und können dank der finanziellen Unterstützung fortgesetzt werden. "Über den Fortschritt der neuen Kirche, ist die Gemeinde sehr glücklich", sagt Pfarrer Wamala.

Wer mit ihm während seiner Urlaubsvertretung ins Gespräch gekommen ist, weiß, dass der Pfarrer viel zu tun hat. Immer wieder zeigt er Fotos von seinen Touren mit dem Moped. Denn der Pfarrer ist nicht nur klassischer Seelsorger. Er reist zu den Armen und Kranken, um diese mit Medikamenten und Essen zu versorgen. Viele ältere Bürger, die außerhalb der Dörfer wohnen, hätten nur wenig oder keine Hilfe. Denn die Sterberate in Uganda sei aufgrund von Krankheiten hoch.

Ebenso betreut der Pfarrer eine Gruppe Frauen, die sich aus dem Erstellen von Schmuck den Lebensaufenthalt mitfinanzieren. Sie sind HIV-Krank und setzen ebenfalls mit dem Pfarrer einige soziale Projekte um. Daher ist Pfarrer Wamala über die Spenden aus Deutschland sehr dankbar, denn durch diese kann er sein umfangreiches Engagement in seiner Heimat umsetzen.

Unicef und WHO berichten am Dienstag darüber, dass jeder dritte Mensch – 2,2 Milliarden – kein sicheres Trinkwasser zur Verfügung hat. Davon haben 785 Millionen Menschen nicht einmal eine Basis-Versorgung. Mehr als die Hälfte aller Menschen weltweit (4,2 Milliarden) hat außerdem keine sichere Sanitärversorgung, und drei Milliarden Menschen haben keine Möglichkeit, sich zu Hause die Hände mit Seife zu waschen. Das UN-Kinderhilfswerks und die Weltgesundheitsorganisation erklären zudem, dass zwar große Fortschritte beim Zugang zur Versorgung mit Wasser, Toiletten und Hygiene erreicht wurden. Dieser sei aber ungleich verteilt und es gebe große Lücken bei der Qualität der Versorgung. Nicht nur der Mangel an Trinkwasser sei dabei fatal, sondern auch die fehlende Hygiene, die damit einhergehe: "Drei Milliarden Menschen hatten 2017 keine einfache Waschgelegenheit mit Wasser und Seife zu Hause. In den am wenigsten entwickelten Ländern hatten fast drei Viertel der Bevölkerung keine Möglichkeit zum Händewaschen. Jedes Jahr sterben 297 000 Kinder unter fünf Jahren in der Folge von Durchfallerkrankungen, die durch mangelnde Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung verursacht werden."

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