Tiefe Löcher in der B 28 zwischen Eutingen und Ergenzingen warfen bei so manchem Baustellenbesucher Fragen auf. Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

Baustelle: Sanierungen sollen Schäden auf der B 28 zwischen Eisenbahntunnel und Ortseingang beseitigen

Eutingen. Die Sperrung der B 14 und B 28 am Ortsausgang Eutingen Richtung Ergenzingen wurde nicht nur genutzt, um Anschlussarbeiten für den kommenden Verbrauchermarkt umzusetzen. So mancher Baustellenbesucher wunderte sich über die Löcher vor dem Eisenbahntunnel. "Das Regierungs­präsidium Karlsruhe nutzt die Möglichkeit, Stellen, die im Baufeld sanierungsbedürftig sind, auszubessern", erklärte Uwe Herzel vom Regierungspräsidium Karlsruhe. Eine ganz normale Maßnahme, zumindest auf den ersten Blick.

Gefühlt wurde die Straße jedoch erst saniert. "Die letzte grundlegende Erhaltungsmaßnahme war etwa 2004. Daher ist der Belag schon deutlich älter als zehn Jahre. Innerhalb dieser Zeit bilden sich Risse und Verformung, die dann schlussendlich zu Ausbrüchen und Fehlstellen führen", sagt Irene Feilhauer von der Pressestelle des Regierungspräsidiums Karlsruhe.

Bei der Sanierung der B 28 zwischen dem Fluggelände Eutingen und der Kreisstraße im vergangenen Jahr wurden rund 10 000 Fahrzeuge pro Tag angegeben. Etwa zehn Prozent davon mache der Schwerverkehr aus, was ein relativer hoher Anteil sei. Daher werde die Straße stark beansprucht. Das war auch dem Zustand der Bundesstraße damals anzusehen.

Die Kosten für die Sanierung wurden mit rund 625 000 Euro veranschlagt, wovon der Bund 479 000 Euro und die Gemeinde Eutingen 146 000 Euro zahlt. Damit war jedoch nur der Straßenteil beim Fluggelände saniert. Die Bundesstraße ab dem Eisenbahntunnel in Richtung Eutingen wies weiterhin Schäden auf.

Nach aktuellen Schätzungen soll die Maßnahme rund 40 000 Euro kosten

Die Gemeinde habe den Gesamtauftrag gehabt, das Regierungspräsidium trage die Kosten für die Ausbesserungen. "Es handelt sich um mehrere kleine tiefgründige Schadstellenbeseitigungen innerhalb des ›Baufeldes‹ der Vollsperrung für den Bau des neuen Linksabbiegers. Außerdem wurde das Baufeld der gemeindlichen Baumaßnahme im Deckschichtbereich erweitert, um den direkt angrenzenden schlechten Fahrbahn-Belag zu sanieren", berichtet Feilhauer.

Nach aktuellen Kostenschätzungen soll die Maßnahme rund 40 000 Euro betragen, die der Bund zu zahlen habe. Damit seien solche Maßnahmen laut dem Regierungspräsidium erst einmal abgeschlossen.

Sicherlich dürfte sich in der näheren Zukunft immer wieder etwas tun, denn zum einen ist die Verkehrsbelastung enorm. Zum anderen sind Teile der B 28 im Bereich Freudenstadt aus dem Jahr 1985, diese wurden zwar saniert, aber nicht gänzlich. Die Streckenabschnitte aus dem Bereich Tübingen seien von 2007, erklärt das Landratsamt Tübingen.

Anwohner der Stuttgarter Straße und Hauptstraße in Eutingen hoffen, dass die Sanierung nun für eine Weile abgeschlossen sind. Vor allem Unternehmer wie die Wahr-Tankstelle oder das Feinkostgeschäft Cengiz aus Eutingen hatten unter der Umleitung gelitten (wir berichteten). Diese hoffen, dass alle Maßnahmen, die miteinander verbunden werden konnten, nun abgeschlossen sind und der Alltag in Eutingen nun wieder einkehrt.

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