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Eutingen Spaziergänger ärgern sich über Kot-Chaos

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In der Nähe des neuen Bahnhaltepunkts Eutingen Nord wurden vor ein paar Tagen wieder zahlreiche Beutel gefunden, dabei ist die nächste Hundetoilette gute zwei bis fünf Gehminuten entfernt. Foto: Feinler

Eutingen - Der Ärger ist aktuell bei so manchem Eutinger Hundebesitzer und Spaziergänger groß, denn immer wieder fallen Hundehaufen auf – und das obwohl fünf neue "Hundetoiletten" in der Gemeinde dazugekommen sind.

Die Gemeindeverwaltung Eutingen hat bisher jedoch keine Zunahme an Beschwerden verzeichnet. "Warum soll ich mich bei der Gemeinde beschweren? Im Blättle ruft man dann wieder auf, dass die Hundesch… nicht auf dem Weg oder so liegen bleiben soll, aber das lesen doch eh nur die, welche die Haufen sowieso schon weg machen", ärgert sich eine Hundehalterin. Sie gehe regelmäßig mit ihrem Mischling auf dem Vollmaringer Weg und in Richtung Göttelfingen Gassi. Wenn sie die Haufen ihres Hundes in Tüten packe, dann sei es immer wieder vorgekommen, dass sie aufpassen musste, nicht in andere Haufen zu treten. Manchmal tüte sie auch diese ein, denn sie wolle nicht, dass spielende Kinder oder Spaziergänger in den Kot treten. Dieser liege ja nicht nur im Grünstreifen.

Spaziergänger sind sauer

Die Wut kochte Anfang der Woche über, als eingetütete Hundekothaufen beim Bahnhaltepunkt Eutingen Nord den Grünstreifen "zierten". "Das ist einfach eine Sauerei. Wer lässt seine Hunde da hinsch…, tütet dann alles ein und läuft davon?", ärgert sich ein Spaziergänger. Dabei sei unweit die neue Hundetoilette. Dass einige Bürger aktuell aufgrund von Corona zuhause seien, wäre einer Hundehalterin schon aufgefallen. "Ich glaub, da setzt die Bequemlichkeit ein, denn nun bleiben viel mehr Haufen als vorher einfach liegen", ärgert sie sich.

Sie habe auch schon gesehen, wie Bürgermeister Armin Jöchle mit dem Rad vorbeigekommen sei und Gassi-Geher darauf hingewiesen habe, die Haufen zu entfernen. In den vergangenen Wochen hätte sie sich das auch gewünscht, denn rund um den Vollmaringer Weg und dem neuen Radweg würde man bei einem Spaziergang auf jeden Fall Häufchen finden.

Ein Rundgang dort konnte diese Angabe bestätigen. "Erst neulich hab ich mich mit einem Hundehalter deswegen gestritten. Wenn solche die Häufle von ihren Hunden nicht wegmachen, dann fällt es doch auf uns alle zurück", ärgert sie sich weiter und betont, dass es doch so viele Möglichkeiten gebe. Seit März stehen laut Angabe der Gemeindeverwaltung 27 Hundekotstationen in der Gesamtgemeinde. Dazu gekommen seien alleine auf Eutinger Gemarkung drei: in der Göttelfinger Straße am neuen Radweg, beim Feldweg am Bahnhof Hochdorf sowie an der Gemeindeverbindungsstraße nach Hochdorf, in der Nähe der Bahnunterführung. Auch Göttelfingen und Weitingen hätten eine neue Hundekotstation erhalten. "Wir sind doch super versorgt", unterstreicht auch eine andere Hundebesitzerin.

Laut Auflistung der Gemeindeverwaltung finden sich am Vollmaringer Weg in Richtung Göttelfingen eine Station an der Ecke Höhenstraße beim Glas- und Papiercontainer eine weitere und nun die neue bei der Göttelfinger Straße am Beginn des Radwegs. "Also wer die nicht kennt, der will einfach die Häufchen nicht wegmachen", sind sich die beiden Eutingerinnen sicher.

Stationen werden wöchentlich geleert

Die Gemeindeverwaltung erklärt, dass einmal wöchentlich die Stationen geleert und entsprechend mit neuen Beuteln aufgefüllt werden würden. "Es hat sich bislang noch niemand beklagt, dass die Spender leer seien und öfters befüllt werden sollten", betont Claudia Belz von der Gemeindeverwaltung und fügt hinzu: "Teilweise werden von Hundebesitzern auch Hundekotbeutel direkt bei uns im Rathaus abgeholt. Allerdings wird dies kaum wahrgenommen." Manche Hundebesitzer wurden den Kot in die Behälter der Stationen werfen, andere nehmen ihn mit nach Hause.

"Wie sich die neuen Stationen ›lohnen‹ kann man im Moment noch nicht genau sagen. Da sollten wir schon so vier bis sechs Monate vergehen lassen. Zumindest war schon in allen neuen Stationen was drin", sagt Belz. Die Verteilung der Stationen erfolge aufgrund von Anregungen aus der Bürgerschaft und der Hundehalter sowie nach Rücksprache mit den Ortschaftsverwaltungen. Die Standorte sollten so gewählt werden, dass diese vom Bauhof angefahren werden können, um die Leerung und Bestückung zu gewährleisten. Zudem sollte der Behälter möglichst auf einem Grundstück der Gemeinde aufgestellt werden. "Ansonsten benötigen wir die Zustimmung des Grundstückseigentümers, die uns in der Vergangenheit auch schon verwehrt wurde", weiß Belz.

Aktuell seien rund 300  Hunde in der Gemeinde gemeldet, wobei sich die Anzahl rasch ändern könne. Da bei der Gemeindeverwaltung aktuell keine Beschwerden zu vermehrten und nicht entfernten Hundehäufchen eingegangen seien, scheint der Ärger wohl nur in ein paar wenigen aufzukochen – da aber heftig.

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