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Eutingen So Manchem geht die Puste aus

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An der ersten Weinwanderung des SVE-Fördervereins nahmen Gruppen aus der ganzen Region teil, die wie hier an der zweiten Station, beim Wasserwerk in Richtung Mühlen, den Wein der Station sowie Leckereien genossen.Foto: Feinler Foto: Schwarzwälder Bote

25 Gruppen hatten sich zur ersten Weinwanderung des SVE-Fördervereins am Samstag angemeldet. 170 Personen, die in Gruppen mit bis zu acht Personen mitmachten, fanden sich ab 14 Uhr zum Start ein.

Eutingen. Als Corona-Alternative für sein zweites Weinfest im Eutinger Park, konzipierte der SVE-Förderverein die erste Weinwanderung. Jeder, der den SVE-Weinpass erwarb, erhielt ein SVE-Förderverein-Weinglas. Zudem gab es eine Karte, auf der neben dem Weg und die fünf Stations-Namen auch ein QR-Code zum Einlesen der Route abgedruckt war.

Die Corona-Regeln teilten die 20 Helfer immer wieder mit. Abstand halten, nach 15 Minuten an der Station weiterlaufen und Hände desinfizieren stand auch auf der Karte. Zudem gab der SVE-Förderverein einen Überblick über die Angebote an den fünf Stationen.

Blick an Mühlener Grillhütte ins Neckartal lässt einige kurz innehalten

Am Eutinger Seniorenheim vorbei und auf dem Karl-Akermann-Weg in Richtung Täle, hatten die Teilnehmer viel Spaß. Vor dem Tunnel legten die Gruppen die erste Pause im Schatten ein. Der Förderverein startete seine Weinverkostung mit dem Riesling mit Traminer – Winzer vom Weinsbergtal, der einen kräftigen Duft nach Pfirsich, Aprikosen und einen vollmundigen Geschmack mit gut eingebundener Säure aufwies. Dieser schien auch bei Peter Mücke, Patrus Lazar, Markus Weber und Eberhard Kläger anzukommen. "Der Wein ist gut, auch wenn wir eher Biertrinker sind", erklärten die vier Eutinger.

Durch das Täle, vorbei am Bussierberg, der Ruine und dem blauen Wässerle ging es für die Gruppen zum Wasserwerk. Mit dem Grauburgunder Schloss Ortenberg hielt der Förderverein sein Versprechen, für jeden Geschmack etwas bereit zu halten. "Der ist schon etwas herb, da war der erste besser", war sich "Higgi"“ sicher. Ihre ehemaligen Damen-Fußballerinnen favorisierten diesen "selbstbewussten" Wein.

Über Stock und Stein, entlang des Grabens, immer den Sägemehlpfeilen und Punkten folgend, ging es in Richtung Mühlener Schützenhaus. Ab dort wurde der sportliche Aspekt der Weinwanderung deutlich, denn die Tour war alles andere, als eine Sauftour, da es nun steil nach oben ging. So manchem Mitlaufenden ging die Puste aus. "Sind wir noch richtig?", fragten sich Unerfahrene. Doch genau zu dieser Zeit waren die Sägemehlpunkte am Weg genau richtig platziert.

Der Blick an der Mühlener Grillhütte ins Neckartal, nach Ahldorf und in die Weite ließ so manchen kurz innehalten, bevor der dritte Wein ins Glas floss. Ein herber Stich hinauf, weshalb nun mit dem Durbacher Schöne Zeit mit Noten von Erdbeeren, Äpfeln und Zitrusfrüchten ein süßer Sommerwein folgte. So mancher genehmigte sich gleich ein zweites Glas und auch die ehemaligen Damen-Fußballerinnen füllten ihren Weinvorrat auf.

Wer eine Pause einlegen wollte, konnte sich an der Kreuzbank ausruhen

Im Rucksack den lebensfrohen Sommerwein und Spätburgunder Weißherbst mit milden Restsüßen machten sie sich auf zur vierten Station. Vorbei an Feldern und Wegkreuzen, verdeutlichten Schilder die nächste Station. "Wir sind ja bald in Rohrdorf", scherzte so mancher, der den Schweinebetrieb in der Nähe erkannte. Doch über den Neckarweg ging es in Richtung Eutingen, mit einem herrlichen Blick auf Eutingen, Hochdorf und Göttelfingen. An der vierten Station bat Daniel Müller vom SVE um Ruhe, denn er hielt die Erklärung zum Rosé Schloss Ortenberg in der Hand: "Dieser Wein wird dich begeistern – direkt und ohne Umschweife. Ein herzhafter Rosé, der dich in der Nase mit feinen Aromen von Johannisbeeren und einem Hauch Kräutern begeistert. Ein Wein für alle Fälle und ganz ohne Allüren." Das sah auch die Gündringer-Eutinger-Gruppe so, die mit dem Grauburgunder, der jedoch lieblicher als der an Station zwei war, genüsslich anstieß. "Super, das lohnt sich echt", waren sich alle einig und holten sich noch einen Käse-Teller, um den Wein zu genießen.

Wer eine Pause einlegen wollte, konnte sich an der Kreuzbank ausruhen und bei alkoholfreien Getränken die Hitze erleben. Da an den Stationen 0,1 Liter ausgeschenkt wurden, besuchten die meisten alle Stationen. An der Fünften hatte der SVE-Förderverein zusammen mit der Weinhandlung Dörr aus Horb einen italienischen Rotwein, den Brunito Toscana, ausgesucht. Der Duft nach typischen Kirschen sagte vor allem den Urlaubern zu, die dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie auf ihren Besuch im Nachbarland Italien verzichtet hatten und die regionalen Schönheiten erkundet hatten. An der letzten Station waren sich einige sicher: "Das ist eine 1A-Wanderung. Die mach ich auch nächstes Jahr wieder."

Ob nächstes Jahr die Weinwanderung erneut stattfindet oder das Weinfest des SVE-Fördervereins umgesetzt werden kann, davon lassen sich alle überraschen. Die 20 Helfer und Organisatoren sind sich jedoch einig, dass die erste Weinwanderung ein voller Erfolg war.

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