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Eutingen Sie halten zusammen und sind wandlungsfähig

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Das Eutinger Gerstensaft Quintett mit Steffen  Platz (von links), Ralph Knura, Michael Köhn und Thomas Damberger sorgte für den Überraschungsauftritt der Veranstaltung. Foto: Schwarzwälder Bote

Regelrecht in einer Teufelshalle mit "Himmel-" und "Höllen-Bar" sowie beleuchteten Großbehältern und zahlreichen Fotos im Eingangsbereich hatte das Geburtstagskind am Samstag die Gäste willkommen geheißen. 30 Jahre Eutinger Teufel feierte die Narrenzunft mit zahlreichen Narren aus der ganzen Region.

Eutingen. Zum Narrenmarsch von den "Lausbuba" Holger und Tobias marschierten ein teuflischer Zwölfer-Rat sowie das Prinzenpaar ein.

Prinzessin Bianca wies auf die Teufelanfänge mit Plastikmaske und den Wandel zur Holz-Larve hin. Ihr Prinz Pascal berichtete als Neu-Teufel, dass seine Kameraden voll seien mit Testosteron: "Alle sind definitiv in höchstem Maße attraktiv." Manche seien in die Jahre gekommen, versuchte die Prinzessin zu erklären, dass so mancher mitgenommen sei. Der Prinz wusste, dass alle selbst dann fit seien, wenn sie vom Teufelsrad heruntersteigen, lediglich die Frisur sei nicht mehr so schön. Einig waren sich beide, dass die "Sunny Boys" heute ihren 30. Geburtstag so richtig feiern sollten. Doch für Narrenvorsitzender Thorsten Weiß fehlte dafür ein Ansager, der durchs Programm führen sollte: "Seid mal ruhig, ich hör da ein Klopfen." Kaum eine Minute später öffneten der streitende Hausmeister Schorsch (Michael Köhn) und seine Gertrud (Tobias Plaz) die Tür des Notausgangs.

Schorsch und Gertrud nahmen die Bühne ein und kündigten die Programmpunkte an. Die Narrenzunft Eutingen mit ihrem Prinzengarde-Marschtanz sowie ihrem PG-Showtanz "Die Tanzfläche brennt" unter der Regie von Jessica Saier und Rebecca Graf gefiel dem Schorsch besonders.

Doch auf einen Höhepunkt folgte der nächste, und so zeigten die Teufelsmitglieder in zwei Bild -Schauen, was sie ausmacht. Eutinger Bürger wie Mathilde, Rita, Marga und NZE-Mitglieder erklärten, dass sie smart seien, zusammenhalten würden und dass sogar der eine oder andere "Jonge" dabei sei. Bürgermeister Armin Jöchle hatte sogar sein Teufelsabbild herausgeholt. Ringpräsident Thomas Fischer wünschte alles Gute zum Geburtstag und schlug den Teufeln ein Ringelschwänzle am Häs vor. Der Cappo beschrieb die Teufel in seinen Worten: "Dia Schofseggel", worauf die "Eidenger" laut lachten.

Wer die Teufels-Show verfolgt hat, dem fehlten Marius Meier und Marvin Stark als lebende Deko. Dieses Mal standen sie im hautengen Vollkörper-Rot-Kostüm in einem Planschbecken und ließen das Wasser auf gewisse Art fließen, was für lautes Lachen sorgte.

Wie wandlungsfähig die Teufel sind, zeigten Stefan Weber, Daniel Neuss, Michael Seele, Nico Kiefer, Alex Krauss und Kevin Kiefer im Rammstein-Outfit. Sie sprühten Lichtsäulen, sorgten für Partynebel und viele Lacher mit ihrem besonderen Bühnen-Equipment wie einem Horror-Laufband. Da bekam selbst der Schorsch Angst, dass die Halle brennt, wusste seine Frau und empfahl den Salzstetter Schlattwaldteufel bei ihrem Masken-Show-Tanz Feuer außen vor zu lassen. Von einer teuflischen Verwandlung berichteten die Gäste mit ihren Figuren. Wie die Zeit vergeht, zeigten auch die Zeitreisenden-Tänzerinnen der NZ Mühlheim/Renfrizhausen. Den Pyramidenbau-Expertinnen und Akrobatinnen empfahl Gertrud doch am Aschermittwoch die Spinnweben abzustauben. Ebenso dürften die Baisinger Tänzerinnen und fünf Tänzer kommen, denn auch diese zeigten viele Figuren beim Kampf zweier Familien. Durch die Geschichte der Stolperschwänzle reisten auch die ehemalige und die aktuelle Besetzung mit den Trainerinnen Annette Sökler, Carina Platz und Tina Ehmann.

Spontan hatte Brauchtumsmeister Jakob Holocher mit Hansi Seefried einen Auftritt vorbereitet und die Teufels-Gruppenführer Benedikt Bok und Nico Schönian sowie das Prinzenpaar mit der Auszeichnung des närrischen Freundschaftsrings Neckar-Gäu geehrt. Vorgestellt wurden dann die Teufelsmaske und die Geschichte der 1990 gegründeten Gruppe vor. Besonders gelobt wurde der langjährige Gruppenleiter Michael Möhrle, der beim Ringtreffen für den Aufbau des 3000-Mann-Zelts verantwortlich war.

Eine weitere Überraschung kam nach der letzten Bilderschau mit Fotos von den Teufel-Auftritten, bei Umzügen, Festen und weiterem sowie beim Besuch in Ulm und beim Schweißen bei Pfeffers auf, denn auf einmal war das "Eutinger Gerstensaft Quintett" hinter dem Vorhang. Live präsentierten Steffen  Platz, Ralph Knura, Michael Köhn und Thomas Dambacher Lieder von AC/DC und konnten vor lauter Applaus kaum die Bühne verlassen.

Die Vollmaringer Teufel hatten extra den Hexenball ihrer Zunft verlassen, erklärte Gruppenleiter Wolfgang Stein. Immerhin habe die Eutinger Narrenzunft damals den Vollmaringern ihre Teufelsumhänge geliehen, wonach diese 1983 mit der Teufelsgruppe ihre Narrenzunft Vollmaringen gegründet hatten. Starken Applaus erhielten die Vollmaringer Teufel-Paten für ihren Trommel-Auftritt a la Safri-Duo. Sprachlos war nach all diesen Programmpunkten und Überraschungen auch Teufels-Mitglied und Zunftmeister Thorsten Weiß, der im Namen der NZE allen dankte und noch viel Spaß wünschte, getreu dem Motto "Eutinger Fasnet – teuflisch gut".

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