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Eutingen Sie gelten als "renitent und widerborstig"

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Die Akteure: Professor Hilarius Lugenbeutel (Dieter Speiser), Kreszenz (Melanie Katz), "Lizzy" Bäuerle (Jacqueline Scheurer), Ottl (Karl Fidaschek), Hilde Edelmann (Konni Lohmiller) und die aus Berlin Zugezogene Renie Schabulke (Renate Schilling) beim Fasnetsspiel in Weitingen Foto: Mattenschlager Foto: Schwarzwälder Bote

Passend zum Jubiläum des Narrenvereins "Bettschoner" lassen die Weitinger die alte Tradition des Fasnetsspiels wieder aufleben. Premiere wurde auf dem Latschareplatz gefeiert.

Eutingen-Weitingen. Verbunden mit dem Ringtreffen des "Närrischen Freundschaftsrings Neckar-Gäu" feiert der Narrenverein "Bettschoner" Weitingen vom 7. bis 9. Februar das 90-jährige Vereinsbestehen. Jubiläen sind immer auch der Anlass für einen Rückblick auf die Geschichte. Beim Rückblick auf die närrischen Traditionen Weitingens war es für Narrenpräsident Pascal Schmitt ein Anliegen, das zu alten Zeiten übliche Theaterspiel der "Bettschoner" und zuvor des "Lugenbeutelvereins" im Jubiläumsjahr 2020 auf dem Dorfplatz wieder aufleben zu lassen.

Die Tradition des Fasnetspiels ist bereits vor 1900 belegt. Immer am Sonntag vor Aschermittwoch, also am Fasnetsonntag, spielten die jungen Weitinger von damals vor dem Rathaus Theater und wurden durch das damit verbundene "Gejohle" überall in der näheren Umgebung als "Jauner" bekannt. Damals nahm der mit der Fasnet verbundene "Lugenbeutelverein" seine Anfänge. Dieser Verein war während der Fasnetszeit sehr aktiv und sorgte in jener Zeit in Weitingen auch für die Fasnetsumzüge.

Schmitt setzte sich nun mit der Theatergruppe "Jauner­stadl" des TSV-Fördervereins in Verbindung. Die Akteure sagten umgehend zu. Dieter Speiser, einer der beliebten Mimen der Gruppe, und seine Mutter Elisabeth schrieben das Drehbuch für das Fasnetsspiel "Renitent und widerborstig". Dann ging es ans Proben. Beim Narrenbaumstellen am Samstag war es dann endlich soweit. Der Narrenverein und der "Jauner­stadl" konnten nach intensiver Vorbereitung die Weitinger Bevölkerung zur Generalprobe auf dem Platz vor dem "Adler" einladen. Ein Grund dazu ist, dass sehr viele Weitinger über das Ringtreffen ziemlich eingespannt sind und sich die Aufführungen am 8. und 9. Februar daher nicht anschauen können. Als Bühne für das Fasnetsspiel diente ein "Gummiwagen", also ein landwirtschaftlicher Anhänger.

Zum Inhalt von "Renitent und widerborstig" soll wegen der noch anstehenden Aufführungen nicht allzu viel verraten werden. Narrenpräsident Schmitt und sein Vorgänger Rolf Brezing führten in das Stück ein. Der Name des Stücks bezieht sich laut Karl Fidaschek auf eine alte Oberamtsbeschreibung des Oberamts Horb, in der den Weitingern eben diese Eigenschaften zugeschrieben worden seien.

In Vorbereitung auf das anstehende große 90-jährige Jubiläum der "Bettschoner" und auf das damit verbundene Narrentreffen des Närrischen Freundschaftsrings Neckar-Gäu 2020 tauscht sich der Bettschoner-Chef Gustav "Gusti" Gscheidle (Tobias Wellhäußer) mit einer repräsentativen Abordnung der Einwohnerschaft aus, wie man diese Großveranstaltung mit ihren klassischen Elementen wie Umzug, Brauchtums­abend und Zunftmeisterempfang möglichst originell und einzigartig gestalten und ihr so einen "Weitinger Stempel" aufdrücken könnte. Dazu trifft sich die Runde in der guten Stube bei der "Kreszenz" (Melanie Katz). Bei der Beratung dürfen alle Anwesenden ihre Ideen zu einem möglichst bombastischen Narrentreffen vorstellen. Die verschiedenen Vorschläge umfassten eine ganze Bandbreite an skurrilen, gesponnenen und ernsthaften Ideen. Mehr soll noch nicht verraten werden. Weitere Mitwirkende sind neben dem Narrenchef der Landwirt Otto "Ottl" Bäuerle (Karl Fidaschek), "Kreszenz" Krumbiegel als Gastgeberin (Melanie Katz), als Vertreterin der Weitinger "High Society" Hilde Edelmann (Konni Lohmiller), die aus Berlin Zugezogene Renie Schabulke (Renate Schilling) sowie Bauerntochter Lisbeth "Lizzy" Bäuerle (Jacqueline Scheurer).

Den Höhepunkt der bis dahin nicht zu einem Ergebnis führenden Beratungen setzt der aus Weitingen stammende Professor Dr. Hilarius Lugenbeutel, ein bekannter Archäologe (Dieter Speiser), mit einer schier unglaublichen Entdeckung. Man kann also auf die Aufführungen am 8. und 9. Februar echt gespannt sein. Für die professionelle Tonübertragung sorgten in bewährter Manier Karl Fahrbach und Jochen Teufel.

Vorangegangen war das Aufstellen des Narrenbaums, der trotz seiner diesmal mehr als imposanten Größe "ruck-zuck" in die Senkrechte kam – völlig ohne maschinelle Unterstützung.

Die kleinen Bettschoner begeisterten mit einem neu einstudierten "Bettschoner-Flash-Mob", der auch die vielen Gäste zum Mitmachen animierte. Die Jaunerschecken zeigten ihren Tanz rund um den Narrenbaum. Fetzige musikalische Unterhaltung bot die Narrenkapelle des Musikvereins unter der Leitung von Fasnetsdirigent Frank Sauter, die ein fester Bestandteil der Weitinger Fasnet ist.

Die sehr zahlreichen Gäste wurden von der Markthalle aus mit Heißen Roten und Getränken bewirtet.

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