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Eutingen Schülerinnen brauchen dringend Hilfe

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Pfarrer Gerald Wamala (Dritter von links) möchte mit finanzieller Hilfe aus dem Gäu seinen Schülerinnen helfen.Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Bei einer kürzlichen Informationsveranstaltung in Weitingen zu Patenschaften für ugandische Schüler von Pfarrer Gerald fanden sich einige Interessierte.

Eutingen-Weitingen. Fast 20 Personen folgten den Ausführungen von Maritha Schmitt und Cäcilia Arnold im Weitinger Begegnungshaus.

Lothar Schurer hatte für die Informationsveranstaltungen Bilder von Pfarrer Gerald Wamala und dessen Wirkungsbereichen in seiner Heimat Uganda zusammengestellt. Maritha Schmitt informierte, wie so eine Partnerschaft für Schüler der Sankt Kalooli SS Mulajje Schule bei Luweero aussehen könnte.

Die Zuhörer erfuhren, dass Pfarrer Wamala zusammen mit einem Komitee Schüler als Patenkinder auswählen würde. Manche Kinder hätten keine Eltern mehr oder würden aus sehr bescheidenen Verhältnissen kommen. Daher bräuchten sie dringend Unterstützung, um die Schule besuchen und an ihrer Zukunft arbeiten zu können. 60 Mädchen hatte das Komitee auf eine Liste geschrieben.

Die Zuhörer wollten wissen, warum keine Jungs genannt werden. Schmitt erklärte, dass Pfarrer Wamala bei seinen Deutschlandaufenthalten immer wieder von den schlimmen Schicksalen mancher Mädchen berichtete hätte. Einige würden täglich viele Kilometer auf sich nehmen, um die Schule besuchen zu können. Was die Mädchen auf ihrem Schulweg zum Teil erleben würden, ließ so manchen erschauern. Daher wäre die Unterbringung im Internat mit Gymnasium ein Wunsch des Pfarrers. Sechs Jahre lang würden die Schüler dort einiges lernen, eine Schuluniform, Essen und vieles mehr erhalten. Mit einer Jahresspende von 200 Euro pro Schulkind könnte das Kind unterstützt werden.

Eine Rohrdorferin hakte nach, wie das Geld nach Uganda komme. In Rücksprache mit dem Kirchengemeinderat Weitingen und der Seelsorgeeinheit sei besprochen worden, dass das ugandische Projekt in Weitingen verwaltet werde. Einmal jährlich würden sich die Initiatoren Maritha Schmitt und Unterstützerin Tanja Raible wünschen, dass die Jahresspende mit Zusatz "Schulpatenschaft Uganda" und der kompletten Adresse des Spenders auf das Konto der katholischen Kirchenpflege Weitingen überwiesen werde oder per Einzugsermächtigung auf das Konto gelange. Das Geld gehe dann an Pfarrer Gerald, der persönlich danach schauen würde, dass das Geld eins zu eins verteilt werde.

Manche Patenkinder schicken Briefe, andere malen Bilder

Eine Zuhörerin fragte bei der örtlichen Bankkauffrau nach, welche Gebühren anfallen würden. So mancher war überrascht, dass die örtliche Bank von Institutionen wie Kirchengemeinden keine Gebühren verlangen würde.

Ein weiterer Zuhörer wollte wissen, wie oft man Kontakt zu seinem Patenkind haben könnte. Die langjährige Pfarrsekretärin Cäcilia Arnold berichtete von ihren Erfahrungen aus den Patenschaften der Nigerianischen Christkönigschule. Manche Patenkinder würden Briefe schicken, andere Bilder malen oder Fotos zusenden. Die ugandische Schule würde schauen, dass der Pate mindestens einmal im Jahr eine Information zum Kind erhalten würde, beispielsweise in Form eines Briefes vom Schulkind. "Jedes Kind schreibt etwas anderes. Die einen danken Gott und schicken Segenswünsche. Die anderen berichten von sich", sagte Arnold. Wie gut die Spenden an der Christkönigschule in Nigeria ankamen, hätten schon einige Kinder mit ihren erfolgreichen Schulabschlüssen gezeigt (wir berichteten).

Ein Zuhörer wollte wissen, ob nun ein Förderverein zur Unterstützung des Patenschaftprojekts in Uganda gegründet werden müsse. Arnold empfahl, das Projekt von Seiten der Kirchengemeinde Weitingen aus umzusetzen und keinen Förderverein zu gründen. Dieser sei nicht nur wegen seiner Hauptversammlung und der Rechenschafts-Pflicht aufwendig, auch müsste eine Satzung erarbeitet und viel Zeit hineingesteckt werden. Der Förderverein der Christkönigschule in Nigeria sei entstanden, weil die Eutinger schon viele Jahre eine Patenschaft zu Matadi im Kongo gepflegt hatten und damit eine klare Trennung möglich gewesen wäre. Doch diese sei beim ugandischen Projekt vorhanden, denn es werde von den Weitingern verwaltet.

Dass die Hilfe dringend gebraucht wurde, machte Maritha Schmitt mit Nachrichten von Pfarrer Gerald Wamala deutlich. So oft er könne, informiere er seine deutschen Freunde über die Situation in seiner Heimat. Jedoch habe er nicht immer eine Internetverbindung und müsse dafür oft in die nächste größere Stadt fahren, was aber nicht oft möglich sei, denn er habe einige Menschen zu betreuen. Ältere und einsame Menschen versorge er mit Nahrung, denn keiner würde sich um sie kümmern. Ebenso sei er für die Waisen da und biete einiges für Kinder an.

Die Corona-Pandemie habe schon einige Opfer gefordert, vor allem aber seien viele Menschen ohne Arbeit und würden ums Überleben kämpfen. Dazu komme, dass der Pfarrer deshalb dieses Jahr nicht die Urlaubsvertretung in der Seelsorgeeinheit Eutingen übernehmen konnte und somit auch keine selbst gemachten Ketten von Kranken verkaufen konnte. Die Weitinger boten diese daher beim Informationsabend gegen eine Spende an. Alle Besucher nahmen sich ein Informationsschreiben mit Vordruck für die Patenschaft mit. Vier Personen trugen sich spontan ein. Weitere könnten auch Formulare bei Maritha Schmitt erhalten.

Beim nächsten Deutschlandbesuch von Pfarrer Gerald Wamala soll er das Geld erhalten oder falls dies wegen der Corona-Pandemie nicht möglich ist, wird das Geld nach Uganda überwiesen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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